top of page
Suche
  • Karla Johanna Schaeffer

3 Wege um einen inneren Schutzraum im Chaos aufzubauen.


3 Tipps für innere Sicherheit Karla Johanna Schaeffer

Einen inneren Ort finden, der sich ruhig und sicher anfühlt


Es ist normal und nicht verwunderlich, sich in der gegenwärtigen Situation auch mit Angst, Unruhe und Stress konfrontiert zu fühlen. Angesichts der Art der Ungewissheit, mit der wir konfrontiert sind, sind Furcht und Angst vor allem adaptive Reaktionen, da sie uns darauf aufmerksam machen, dass wir angemessene Maßnahmen ergreifen müssen, um uns und andere zu beruhigen und schützen.

Es ist auch wichtig zu erkennen, dass Sorgen und Angst, wenn wir nicht aufpassen, schnell einen Schwellenwert erreichen können, über den hinaus sie uns auf negative und wenig hilfreiche Weise beeinflussen. Wie stark wir von einem Ereignis oder einer Situation, wie beispielsweise die weiterhin aktuellen Pandemie, den politischen Entwicklungen oder den privaten Nöten psychisch und emotional betroffen sind, hängt auch von unseren Ressourcen der Selbstfürsorge und deren Verhältnis zur unserer Gesundheit ab.


Wie Du die innere Stresssreaktion ausschaltest und ein Gefühl der Sicherheit schaffst.


Dieser Ort sollte kein Ort des Flüchtens sein, sondern eher das Gegenteil bewirken. Du darfst ihn nutzen, um dich mit dich selbst zu verbinden und gleichzeitig von allen unnötigen täglichen Reizen abzuschalten. Manchmal haben wir das Gefühl, in Gefahr zu sein, auch wenn wir eigentlich in Sicherheit sind. In diesem Beitrag lernst du drei Fähigkeiten, um diese Angstreaktion, auch bekannt als "Kampf oder Flucht - Fight or Flight, auszuschalten und ein Gefühl der Ruhe in deinem Körper und Geist wiederherzustellen.


Wenn die akute Stressreaktion einsetzt, sind wir nicht mehr in der Lage, klar zu denken oder gute Entscheidungen zu treffen. Wir werden reaktiver und weniger aktionsfähig, und unser Denken kann sich in eine Spirale verwandeln, die immer negativer wird und aus der wir uns nur schwer wieder befreien können.


Wir alle geben unser Bestes angesichts unserer Geschichte, unseren Erfahrungen und gegenwärtigen Umstände. Viele unserer Reaktionen und Verhaltensweisen in unsicheren Zeiten wurzeln in ganz ursprünglichen Reflexen und Instinkten, die in alten Teilen unseres Nervensystems eingebettet sind. Es kann für jemanden, der auf die ein oder andere Weise eine traumatische Erfahrung erlebt hat oder durch eine herausfordernde Phase geht schwieriger sein, sich an einem neuen Ort, bei einer neuen Person oder in einer neuen Situation wohl zu fühlen. Das Neue, das Ungewisse und die Veränderung ist dann schwieriger zu bewältigen, weil der Körper eine Veränderungen erstmal als gefährlich uns unsicher interpretiert. Alle Erfahrungen, die wir jemals gemacht haben, werden in unserem Zellgedächtnis gespeichert und können auch wieder aufsteigen - getriggert werden.


Wie sich eine Stressreaktion (Fight-or-Flight) erkennen lässt:


⚫️ Übererregung, starke Aufgerung und unter Strom-Stehen

⚫️ Das Wahrnehmen der Welt als einen gefährlichen Ort, Schreckhaftigkeit

⚫️ Übermäßige Betriebsamkeit, Nicht-Abschalten-Können

⚫️ Defensivität/Reaktivität

⚫️ Übermäßiges Urteilen und Überreaktionen


Es gibt drei wichtige Schritte, um zu mehr inneren Sicherheit zu finden:

Mit gefällt der Satz: 'In the midst of chaos, build a temple of love'. Ich möchte drei Ansätze vorstellen, wie in chaotischen, überfordernden und herausfordernden Situationen und Zeiten innere Sicherheit und Ruhe gefunden werden kann.


Fähigkeit #1 Stelle eine Verbindung zu Deinen Ressourcen zur Selbstfürsorge her.

Wir haben Gesundheit und Wohlgefühl in uns und der Körper kann uns führen, um diese aktiv zu finden. Ich lade dich ein zu bedenken, dass es dir, während du dies liest, in diesem Moment, genau jetzt, im Wesentlichen gut geht. Du hast genug Luft zum Atmen; dein Herz schlägt noch; dein Körper ist im Wesentlichen in Ordnung, auch wenn er vielleicht ein wenig müde oder angespannt ist. Tu dein Bestes, um dich mit dem Gefühl zu verbinden, dass es dir in diesem Moment im Wesentlichen gut geht. Frage dich: "Was sagt mir in mir, inmitten all dessen was gerade passiert, dass es mir in diesem Moment gut geht? Wo kann ich diese Stimme, diese Zuversicht hören oder spüren?"

Egal wie fein oder leise die Zuversicht spricht, beobachte, ob du ein Gefühl der Ruhe oder der Kraft in dir finden kannst.


Auf diese Weise bauen wir im Laufe der Zeit eine Bibliothek mit Ressourcen auf, die uns helfen uns gesund, vital und sicher zu fühlen.

Eine dieser Ressourcen kann das Finden eines Ankergedankens sein.

Frage dich: Welche Gedanken, Ideen, Menschen, Haustiere, Lebensmittel und Orte (die Du dir nun vor Augen rufen oder die du gedanklich besuchen kannst) lassen dich lebendiger, ruhiger, wohler oder sicherer fühlen? Verbringe ein paar Minuten mit dem Gedanken an den Menschen, das Tier oder den Ort, der oder das dir ein gutes Gefühl gibt.


Fähigkeit #2 Finde einen Bereich des Wohlbefindens in Deinem Körper.


Indem wir durch eine bewusste Innenschau nach Dingen suchen, durch die wir uns in unserem Körper wohl fühlen, können wir unsere Verbindung zur Gesundheit verbessern.

Wir können solide und zuverlässige Körperempfindungen kultivieren und anzapfen, an die wir uns erinnern und mit denen wir uns auch in der dunkelsten Zeit verbinden können. Indem wir nach Stellen und Bereichen in unserem Körper suchen, die sich gut anfühlen, können wir unsere Fähigkeit verbessern, uns sicher zu fühlen. Das hört sich simpel an, ist aber ein verborgener Diamant. Versuche es einmal:

Praxistipp:

Lass dein Bewusstsein sich über deinen ganzen Körper verteilen, als wäre es eine Flüssigkeit. Suche nach Stellen in deinem Körper, die sich gut anfühlen – das kann ein ganzer Bereich des Körpers oder nur eine bestimmte Stelle sein. Vielleicht genießt du das leichte Heben und Senken deines Brustkorbs. Vielleicht fühlst du dich wohl wenn du ganz bewusst deine Füße fühlst und das Kribbeln und Pulsieren wahrnimmst.

Wenn Du einen dieser Orte gefunden hast, bleib einfach eine Weile bei den Empfindungen. Atme tief und langsam ein und wieder aus.

Denke darüber nach:

Wie fühlst du dich, wenn du so bequem und ruhig auf deiner Unterlage sitzt oder liegst? Wie wirkt sich diese kleine Pause auf deinen Körper und Geist aus?

Was macht das mit dir, dich so geerdet in diesem Moment zu fühlen?


Fähigkeit #3: Eintauchen und wieder Abstand gewinnen.

Indem du dir diese einfachen Fragen stellst und diese Techniken übst, kannst du beginnen die Fühlen Empfindungen in deinem Körper zu vertiefen. Diese Empfindungen können beizeiten auch unschön, unruhig, ängstlich, verspannt und vielleicht belastend sein. Du lernst, dass es möglich ist auch mit schwierigen Gefühlen umzugehen, indem du bewusst nach den tatsächlichen Empfindungen im Körper die du dabei fühlst, suchst. Ein abwechselndes Eintauchen und Abstandnehmen ist hierbei hilfreich:


Praxistipp:

Frage dich selbst:

"Wie fühle ich mich jetzt in meinem ganzen Körper?"

"Was würde mir jetzt guttun?", " Wer würde mir guttun?", "Was gibt mir Freude und Sicherheit?"


Frage dich weiter: "Fühle ich mich jetzt in diesem Moment sicher genug, um ein schwieriges Gefühl zu erforschen?" Wenn ja:

"Wo fühle ich diese Angst / Überwältigung / Traurigkeit in meinem Körper?"


Gehe langsam vorwärts, indem du dich durch das Spüren dem Bereich näherst, wo die Empfindung eines schwierigen Gefühls sitzt. Verbring nicht zu lange dort – beginne mit einer Minute.

Fühle in das schwierige Gefühl und die körperliche Empfindung hinein und frage dich: "Mit welchen drei einfachen Worten kann ich diese Empfindungen beschreiben?" Ist sie hart oder weich? Warm oder kalt? Ist die Empfindung stechend oder strahlt sie aus?

Nimm dann noch einmal von diesem schwierigen Gefühl Abstand und verbinde dich wieder mit deiner Ressourcen, dem Ankergedanken, der dir ein sicheres Gefühl gibt.

Wiederhole den Vorgang ein bis zwei weitere Male.

Schmerz und Angst wirken wie ein Magnet, der unser Bewusstsein erfasst. Der Weg unsere Erfahrungen zu verkörpern ist ein großer Schritt, um Ressourcen und Sicherheit zu entwickeln angesichts der Überwältigung, mit der so viele von uns während dieser Zeit konfrontiert sind.

Man kann unser Nervensystem und seine Stressreaktionen mit einem Wachhund vergleichen, der in Alarmbereitschaft ist, um uns zu schützen. In diesen schwierigen Zeiten ist der Wachhund im Dauereinsatz. Man kann den Hund nicht überreden, sich mit Logik zu beruhigen. Aber man kann ihn durch dieses Verkörpern der schwierigen Gefühle beruhigen und im Laufe der Zeit neu trainieren, damit er nicht immer überreagiert.


Indem du dich mehrmals am Tag bewusst und absichtlich mit einem Ort der inneren Ruhe und Sicherheit verbinden, auch wenn es nur für einen Moment ist, kannst du dazu beitragen, dein Nervensystem zu beruhigen und zu entspannen. Das stärkt deine Widerstandsfähigkeit und befähigt dich, vernünftige Schritte zu ergreifen, ohne zu überreagieren. Um deine Fähigkeit, einen ruhigen und sicheren Ort in deinem Inneren zu finden und diesen weiter zu entwickeln, lade ich dich zu dem Erlernen der TRE (Tension and Trama Releasing Exercises) ein.


Begleitung im fünfwöchigen TRE Programm und Stress, Anspannung und Erlebtes unterstützend zu verarbeiten. 5 Wochen Stress-Detox


Erfahrungsberichte und Klientenstimmen zum Arbeiten mit der TRE Methode zum Nachlesen: TRE-Erfahrungen


Erstgespräch vereinbaren: Ich berate dich gerne!



Hörst Du gerne Podcast?

Diesen Beitrag und mehr Impulse und Methoden, um Ängste zu bewältigen, gibt es in meinem Podcast 'Calm is your Superpower'.

Bei Itunes, Spotify und auf meiner Webseite.

1.544 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen
bottom of page