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3 Tipps für innere Sicherheit.


3 Tipps für innere Sicherheit Karla Johanna Schaeffer

Wie stark wir von einem Ereignis oder einer Situation, wie zB dieser aktuellen Pandemie psychisch und emotional betroffen sind, hängt von unseren Ressourcen und deren Verhältnis zur unserer Gesundheit ab.

Wir alle geben unser Bestes angesichts unserer Geschichte, unseren Erfahrungen und gegenwärtigen Umstände.

Viele unserer Reaktionen und Verhaltensweisen in unsicheren Zeiten wurzeln in ganz ursprünglichen Reflexen und Instinkten, die in alten Teilen unseres Nervensystems eingebettet sind. Wie sich als Einzelne die körperlichen Reaktionen bei Überforderung und Stress ausdrücken, basiert auf den mehr oder weniger erfolgreichen Strategien, die wir seit unserer Kindheit gelernt haben.

Es kann für jemanden, der auf die ein oder andere Weise eine traumatische Erfahrung erlebt hat oder durch eine herausfordernde Phase gehr viel schwieriger sein, sich an einem neuen Ort, bei einer neuen Person oder in einer neuen Situation wohl zu fühlen.

Das Neue, eine Veränderung ist dann viel schwieriger zu bewältigen, weil der Körper eine Veränderungen erstmal als gefährlich uns unsicher interpretiert. Das liegt daran, dass Trauma und/oder akuter Stress eine Erfahrung ist, die die Art und Weise verändert, wie das Gehirn und das Nervensystem auf ein Ereignis oder eben eine Veränderung reagieren.

Die meisten unserer Erfahrungen und Erlebnisse werden nonverbal und unbewusst in unserem Körper kodiert. Alle Erfahrungen, die wir jemals gemacht haben, werden in unserem Zellgedächtnis gespeichert und können auch wieder aufsteigen - getriggert werden.

In Zeiten wie diesen macht ein großer Teil unseres Sicherheitsgefühls aus, dass wir bewusst wählen können, wie wir auf Dinge, Ereignisse und Empfindungen reagieren und mit ihnen umgehen.


Es gibt drei wichtige Schritte, um zu mehr inneren Sicherheit zu finden:

Ich mag den Satz: 'In the midst of chaos, build a temple of love'. Und hier möchte ich Dir drei Ansätze vorstellen, wie Du in chaotischen, überfordernden und herausfordernden Situationen und Zeiten innere Sicherheit und Ruhe finden kannst.


Eins: Stelle eine Verbindung zu Deinen Ressourcen her.

Heißt: Wir haben unglaublich viel Gesundheit und Wohlgefühl in uns und unser Körper kann uns führen und hinleiten, um diese aktiv zu finden. Indem wir durch eine bewusste Innenschau nach Dingen suchen, durch die wir uns in unserem Körper wohl fühlen, können wir unsere Verbindung zur Gesundheit verbessern. Auf diese Weise bauen wir im Laufe der Zeit eine Bibliothek mit Ressourcen auf, die uns helfen uns gesund, vital und sicher zu fühlen.

Nimm dir ein paar Momente Zeit und überlege einmal:

Welche Gedanken, Ideen, Menschen, Haustiere, Lebensmittel und Orte (die Du Dir vielleicht gerade vorstellen oder gedanklich virtuell besuchen kannst) lassen Dich lebendiger oder sicherer fühlen? Lassen Dich wohl fühlen?

Und verbringe ein paar Minuten mit dem Gedanken an den Menschen, das Tier oder den Ort, das dir ein gutes Gefühl gibt.

Frage Dich nun selbst, nachdem Du eine dieser Ressourcen gefunden hast:

'Gibt es irgendwo in mir etwas, das gerade leicht, warm und bequem ist? Dass sich gut in mir anfühlt? Eine Empfindung, eine Temperatur, ein besonderer Bereich?'


Und frage Dich: 'Was sagt mir in mir, inmitten all dessen was gerade passiert, dass es mir in diesem Moment gut geht? Wo kann ich diese Stimme, diese Zuversicht hören oder spüren.'

Lass Dir ruhig ein paar Minuten Zeit.

Egal wie fein oder leise, schau mal, ob Du ein Gefühl der Zuversicht oder der Kraft in dir finden kannst.


Zwei: Finde einen Ort, einen Bereich des Wohlbefindens in Deinem Körper.

Wir können solide und zuverlässige Körperempfindungen kultivieren und anzapfen, an die wir uns erinnern und mit denen wir uns auch in der dunkelsten Zeit verbinden können. Indem wir nach Stellen und Bereichen in unserem Körper suchen, die sich gut anfühlen, können wir unsere Fähigkeit verbessern, uns sicher zu fühlen. Das hört sich simpel an, ist aber ein wirklicher Diamant. Versuche es einmal:

Lass Dein Bewusstsein sich über Deinen ganzen Körper verteilen, als wäre es eine Flüssigkeit. Suche nach Stellen in Deinem Körper, die sich gut anfühlen – das kann ein Bereich des Körpers oder nur eine bestimmte Stelle sein. Vielleicht genießt du das leichte Heben und Senken deines Brustkorbs. Vielleicht fühlst Du Dich wohl wenn du ganz bewusst deine Füße fühlst und das Kribbeln und Pulsieren wahrnimmst.

Wenn Du einen dieser Orte gefunden hast, bleib einfach eine Weile bei den Empfindungen. Atme tief und langsam.

Denke darüber nach:

Wie fühlst Du Dich, wenn du so bequem und ruhig auf deiner Unterlage sitzt oder liegst?Wie wirkt sich diese kleine Pause auf Deinen Körper und Geist aus?

Was macht das mit Dir, Dich so wohl in diesem Moment zu fühlen und ruhig dabei zu sein?


Drei: Eintauchen und wieder Abstand gewinnen.

Indem Du Dir diese einfachen Fragen stellst und diese einfachen Techniken übst, kannst Du beginnen die Empfindungen in Deinem Körper zu vertiefen. Hiermit lernst Du, dass es möglich ist auch mit schwierigen Gefühlen umzugehen, indem Du bewusst nach den Empfindungen im Körper die du dabei fühlst, suchst.


Frage Dich selbst:

'Wie fühle ich mich jetzt in meinem ganzen Körper?

Kann ich eine Verbindung zu meinen Ressourcen herstellen?' Also wie weiter oben geübt, eine Verbindung zu einem Gedanken an einen Menschen, ein Tier, einen Ort oder eine Erinnerung, die mir Sicherheit gibt.

'Was würde mir jetzt guttun? Wer würde mir guttun? Was gibt mir Freude und Sicherheit?'


Frage dich weiter: 'Bin ich jetzt sicher genug, um ein schwieriges Gefühl zu erforschen?

Wo fühle ich diese Angst / Überwältigung / Traurigkeit in meinem Körper?'


Gehe langsam vorwärts, während Du Dich dem Bereich näherst, der schwierig für dich ist. Verbring nicht zu lange dort – erst einmal 1 Minute.

Fühle in das schwierige Gefühl hinein und frage Dich: 'Mit welchen drei einfachen Worten kann ich diese Empfindungen beschreiben? Sind sie hart oder weich? Warm oder kalt? Ist die Empfindung stechend oder strahlt sie aus?'

Dann nimmst Du noch einmal von diesem schwierigen Gefühl Abstand und verbindest Dich wieder mit Deiner Ressourcen, die Dir ein gutes, sicheres Gefühl gibt.

Wiederhole den Vorgang bis zu zwei weitere Male.

Schmerz und Angst wirken wie ein Magnet, der unser Bewusstsein erfasst. Der Weg unsere Erfahrungen zu verkörpern ist ein großer Schritt, um Ressourcen zu entwickeln und Sicherheit angesichts der Überwältigung, mit der so viele von uns während dieser Pandemie konfrontiert sind.

Man kann unser Nervensystem mit einem Wachhund vergleichen, der in Alarmbereitschaft ist, um uns zu schützen. In diesen schwierigen Zeiten ist der Wachhund im Dauereinsatz.

Man kann den Hund nicht überreden, sich mit Logik zu beruhigen. Aber man kann ihn durch dieses Verkörpern der schwierigen Gefühle beruhigen und im Laufe der Zeit neu trainieren, damit er nicht immer überreagiert.


Hörst Du gerne Podcast?

Diesen Beitrag und mehr Impulse und Methoden, um Ängste zu bewältigen, gibt es in meinem Podcast 'Calm is your Superpower'.

Bei Itunes, Spotify und auf meiner Webseite.

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