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  • Karla Johanna Schaeffer

Anderer Leute Meinung über Dich ist nicht Deine Verantwortung



Jeder hat zu allem eine Meinung. Sogar Du.


Unser menschliches Gehirn liebt es, zu urteilen. Ein Teil davon ist evolutionär bedingt: Wir mussten oft sehr schnell entscheiden, ob die Person oder das Tier vor uns eine Bedrohung darstellt oder nicht. Wir sind also in gewisser Weise so verdrahtet, dass wir diese blitzschnellen Entscheidungen zu unserem eigenen Schutz treffen. Glücklicherweise leben die meisten von uns nicht mehr in Höhlen und haben Angst vor Löwenangriffen und wir müssen nicht mehr ständig über jeden und alles urteilen um zu überleben. Aber das bedeutet nicht, dass wir damit aufgehört haben.

Wenn wir im ständigen Urteil über andere leben, fürchten wir uns oft genauso ausgeprägt vor dem Urteil anderer. Da scheint es eine direkte Korrelation zu geben. Ich erlebe das im Klienten- und Freundeskreis, wie Menschen, die sich vor Urteilen fürchten, unter diesen leiden und sich viele Gedanken darüber machen was andere Menschen von ihnen halten, wie sie dabei oft am härtesten mit der Umwelt ins Gericht gehen.


Mache Deinen Wert nicht an der Meinung Anderer fest


Wenn wir uns selbst betrachten, sehen wir oft die Summe dessen, wie andere auf uns reagiert haben. Und wir sind klug, denn wir wissen, was den Menschen gefällt und was sie beachten. Das kann dazu führen, dass wir unsere begrenzte und wertvolle emotionale Energie damit verbringen, uns Gedanken ständig darüber zu machen, was andere über uns denken, anstatt uns darauf zu konzentrieren, unser Leben für uns selbst zu leben. Kommt dir das bekannt vor? Wir werden uns mit der Frage befassen, wie man auf der eigenen Straßenseite - und damit bei sich bleibt -, und wie man seine Gedanken lenkt, um mit weniger Stress und Urteilen zu leben.

Lass mich dir zwei prägnante Sätze aufzeigen:


Die Meinung anderer Leute über mich, ist nicht meine Verantwortung.


Was du über mich denkst, geht mich nichts an.


Den Ursprung dieser Sätze wollen viele für sich beschlagnahmen, ich weiß nicht wo sie ursprünglich herkommen, aber sie gefallen mir. Sie klingen zunächst hart, nicht wahr? Manchmal ernte ich einen fragenden Blick, wenn ich jemandem diese Sätze ans Herz lege. Die Unsicheren denken, sie könnten beleidigt worden sein. Kontrollfreaks fühlen sich herausgefordert. In manchen Köpfen werden die Worte als gleichbedeutend mit "...geht dich nichts an" wahrgenommen. Aber die Aussage ist anders, sie lautet "... geht mich nichts an" und will verdeutlichen, dass ich keinen Einfluss darauf habe, wie du dich entscheiden wirst, über mich zu denken. Persönliche Verantwortung ist vorhanden, keine Schuldzuweisung. Demnach keine Verteidigung erforderlich. Wenn ich erkläre, wie und warum ich diese Aussage so mag und für mich verwende und warum sie mich von meinen Ängsten befreit, gehen glücklicherweise mehr Lichter an als. "Wow, das ist ermächtigend". Ganz genau!


Heißt das, dass du dich nicht um andere Menschen und ihre Gefühle kümmern solltest? Nein! Ganz und gar nicht. Es bedeutet, dass du aufhören solltest dich darum zu kümmern, was andere Leute von dir denken. Ist das dasselbe? Nein! Nicht einmal annähernd.

Ich möchte glauben, dass unsere Aufgabe auf dieser Erde es ist, so sein und so zu leben zu dürfen, wie wir wirklich sind. Das können wir nicht, wenn wir uns Sorgen darüber machen, was andere von uns denken könnten. Das können wir ebenfalls nicht tun, wenn wir unser Verhalten und unsere Prioritäten ändern und uns wie ein Chamäleon verwandeln müssen, um den Launen oder Ideen anderer Menschen zu gefallen oder zu entsprechen.

Achte auf deinen Körper und darauf, wie die Gefühle des Grauens hochkommen, wenn du dich in einer Situation befindest, in der du dich verbiegst und dich klein machst, um dich den Erwartungen eines anderen anzupassen.


Vertraue mehr auf Deine Instinkte und gib Dir selbst die Anerkennung, die Du verdienst. Du kannst nicht kontrollieren, was andere von Dir denken.


Was passiert wenn du es dir zueigen machst, was andere Menschen von dir denken könnten. Dann mach du ihre Sache zu deiner Sache. Du machst ihr Problem zu deinem Problem.

Es gibt einen Weg, dieses Muster zu durchbrechen, dich selbst zu stärken und dich von dem damit verbundenen Stress zu befreien. Alles, was du tun darfst, ist, deine Perspektive zu ändern und daran zu glauben: Was andere über mich denken, geht mich nichts an.


Sollen sie doch denken, was sie wollen! Lasse sie. Lasse sie doch bitte denken, was sie möchten. Anders ausgedrückt: Gestehe ihnen zu, dass sie denken dürfen, was sie denken wollen. Hat das etwas mit dir oder mit der Realität zu tun? Vielleicht, vielleicht auch nicht. Alles was sie dir liefern ist ihre Interpretation über dich. Bleib du dagegen stark in dir verankert und in deiner Wahrheit. Schenken ihnen dieses Geschenk denken zu dürfen, was sie denken wollen, indem du aufhörst zu versuchen ihre Gedanken über dich mit deiner Vorstellung zu kontrollieren. Du brauchen deine Energie, um dich um dich selbst zu kümmern und ein Leben zu schaffen, das du liebst.


Lass sich andere Menschen über Dich täuschen


Die zu viele darüber Gedanken darüber zu machen, was andere von dir denken könnten, ist anstrengend. Es frisst deine Zeit. Es erzeugt Drama. Es geht an deine Energiereserven. Aber am wichtigsten ist, dass es dich daran hindert, authentisch zu leben und dich so zu zeigen, wie du wirklich sein willst und bist. Du kannst nie all die Formen annehmen, um überall und für alle Menschen passend zu sein. Du kannst noch so passgerecht sein, aber was andere Menschen über dich denken, kannst du niemals beeinflussen. Versuche es gar nicht erst. Sondern sei du ok mit dir!


Eines der entspannendsten Dinge, die du für dich selbst tun kannst - besser als ein Wellness-Urlaub in einer abgelegenen Bergregion - ist es, die Leute sich über dich täuschen zu lassen. Jep. Wenn Andere eine Meinung von dir haben, lasse sie.


Byron Katie fragt: Wo mischst du dich ein?


Achte einmal darauf, dass wenn es dir nicht gut geht, du dich gedanklich höchstwahrscheinlich nicht in deinen eigenen Angelegenheiten befindest.

Byron Katie sagt, wenn du dir nicht sicher bist, ob du dich in die Angelegenheiten eines anderen einmischst und dich damit selber verrückt machst, frage dich: "Was geht mich das wirklich an?"

Sie sagt es gäbe nur drei Arten von Angelegenheiten auf dieser Welt: meine Angelegenheiten, deine Angelegenheiten und Gottes Angelegenheiten. Für Byron Katie bedeutet das Wort Gott "Realität". Die Wirklichkeit ist Gott, weil sie regiert. Alles, was außerhalb meiner Kontrolle, deiner Kontrolle und alles, was sich der Kontrolle aller anderen entzieht - das benennt sie als Gottes Sache.


Überprüfen deine Gedanken mit der Methode von Byron Katie


Wen geht es etwas an, wenn ein Erdbeben stattfindet? Es geht Gottes Angelegenheit.

Wen geht es etwas an, wenn dein Nachbar von gegenüber einen hässlichen Balkon hat? Es ist die Angelegenheit deines Nachbarn. Wen geht es etwas an, wenn du dich aufregst, über den hässlichen Balkon deines Nachbarn? Das geht nur dich etwas an.


Achte darauf, wann du unaufgefordert Ratschläge gibst oder deine Meinung zu etwas äußerst (laut oder leise).Frag dich selbst: "Geht mich das wirklich etwas an? Wessen Angelegenheit ist das? Hat man mich um meinen Rat gebeten?" Und noch wichtiger: "Kann ich den Rat, den ich gebe, in meinem Leben anwenden?"

Ein großer Teil unseres Stresses kommt daher, dass wir uns mental nicht um unsere eigenen Angelegenheiten kümmern. Wenn ich denke: "Ich muss mir einen neuen Job suchen, ich will, dass ich glücklich bin, ich muss an meiner Pünktlichkeit arbeiten, ich muss besser auf mich aufpassen und mich besser um meinen Körper kümmern", dann geht mich das etwas an, denn es ist meine Angelegenheit. Wenn ich mir Sorgen über Erdbeben, Überschwemmungen oder den Zeitpunkt meines Todes mache, bin ich in Gottes Angelegenheiten involviert. Wenn es um die Meinungen geht, die andere Menschen über mich haben, befinde ich mich ganz offensichtlich in den Angelegenheiten anderer Menschen.


Wir dürfen furchtbare Naturkatastrophen, Verlust oder die Angst vor unserer Endlichkeit als belastend empfinden und der Schmerz, den Menschen erleben und immer schon erlebt haben darf nicht übersehen oder klein gemacht werden. Wir müssen diese Gefühle fühlen und verarbeiten und sie verdienen ihren Raum. Aber mir gefällt der Ansatz persönlich sehr, dass wir uns klarmachen dürfen nicht mit der Realität kämpfen zu können und deshalb, anhand des Beispiels der verschiedenen Arten von Angelegenheit, uns viel gedankliches Leid ersparen.


Der beste Beziehungsratschlag, den ich von Byron Katie erhalten habe.


Wenn ich gedanklich in deiner Angelegenheit bin, kann ich nicht in meiner eigenen präsent sein. Ich bin von mir selbst getrennt und frage mich, warum mein Leben nicht funktioniert, warum alles so schwierig ist und was alle anderen über mich denken.

Glaubst du zu wissen was das Beste für andere Menschen wäre? Da bewegst dich nicht in deinen eigenen Angelegenheiten, sondern mischst dich in die Angelegenheiten anderer Leute ein.


Weiß ich, was das Richtige für mich ist? Das allein ist meine Angelegenheit.

Wenn wir diese drei Arten von Angelegenheiten gut genug verstehen, um "im eigenen Business" zu bleiben, kann sich das wie eine Befreiung anfühlen.

Wenn du dich das nächste Mal gestresst, beurteil und unwohl fühlst, frage dich, in wessen Angelegenheiten du dich gedanklich befindest, und vielleicht musst du ein bisschen lachen!


Hörst Du gerne Podcast? Diesen Beitrag und mehr Impulse und Methoden zum Umgang mit Stress und Wegen in ein neues Selbstvertrauen gibt es in meinem Podcast 'Calm is your Superpower'. Bei Itunes, Spotify, Youtube und auf meiner Webseite.


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