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  • Karla Johanna Schaeffer

Dein Körper ist Dein Zuhause!



Dein Körper ist dein Zuhause.


Vielleicht ist das der Satz, der am meisten beschreibt, was sich bei mir in den letzten Jahren verändert hat. Dahin zu finden, gerne in mir zu leben. Gerne bei mir, mit mir und in mir zu sein. Keine Sorge mehr vor angstmachenden Körperempfindungen zu haben, mit Adleraugen das zu erspähen, was auf Panik hindeuten könnte und nicht mehr das Gefühl zu haben irgendwie nicht ganz da zu sein.


Stattdessen habe ich ein Zuhause gefunden.


Vielleicht möchtest du dich jetzt einmal für dich fragen: Was ist mein Zuhause?


Zuhause. Die Definition von Zuhause hat sich immer wieder geändert bei mir. Ich bin in der Schweiz aufgewachsen, dort hatte ich mein Zuhause. Dann war mein Zuhause viele Jahre lang Aachen, dann war mein Zuhause für eine Zeitlang Trier. Dann war ich in Mailand zuhause. Dann lange Zeit in London. Kopenhagen, wo ich mehrmals für ein paar Jahre war, ist stattdessen nie mein Zuhause geworden.

Jeder dieser Orte bewohnt immer noch ein bisschen mein Herz, bestimmt geht es dir mit deiner Historie genauso.

Und trotzdem, der einzige Raum, den alle Orte gemein haben, ist mein eigenes Gehäuse. Das einzige Zuhause, zu dem wir immer und immer wieder zurückkehren können, das einzige Zuhause, das nicht vergeht, uns nicht verlässt sondern immer bei uns bleibt so lange wir leben und mit dem wir untrennbar verbunden sind, ist unser Körper. Dieses unglaublich intelligente, feinfühlige, starke, atmende Zuhause.


Ein Zuhause ist ein Ort, an dem wir uns wohlfühlen. Es ist ein Ort, an dem du dich auskennst, an dem du es dir gemütlich machen kannst, wo du sein kannst wie du bist, an dem du dich nicht verstellen musst und nichts erklären musst.


Damit du dich in deinem Zuhause wohl fühlst, hältst du es ordentlich. Du räumst auf, putzt es regelmäßig, erneuerst Dinge, die kaputt gehen. Manchmal braucht es einen neuen Anstrich, oder etwas muss ausgebessert werden. Du schmückst es. Wenn es hineinregnet, dichtest du es liebevoll ab. Du kennst die besten Ecken, an denen du sitzen kannst, um die Morgensonne abzupassen. Dein Zuhause ist der Ort, an dem du dich geborgen fühlen kannst, sicher und gehalten.

Dieses Gefühl in und mit unserem Körper zu fühlen, verdienen wir alle.


Es ist klug von dir, dich gut um dein Zuhause und um deinen Körper zu kümmern. Wir leben ja noch eine ganze Weile in ihm.

Und machen wir uns nichts vor, genauso, wie wir ein Haus verwahrlosen lassen können, kann auch unser Inneres, unser Körper leer, kalt, dunkel oder taub sein.


Jedes Zuhause ist anders. Und dieses Zuhause gehört dir. Wir können nicht tauschen. Sondern wir tragen unser Zuhause mit uns, wie eine Schnecke ihr Haus auf dem Rücken trägt. Dieses Zuhause, mit all dem Schönen und all dem, was wir vielleicht auch schon einmal ändern wollten. Dieses Zuhause mit den manchmal müden Augen und den weichen Stellen, die wir lieber fester hätten. Mit den breiten Hüften, die wir lieber schmaler hätten.

Vielleicht mit den schweren Beinen und dem verspannten Nacken und mit den großen Füßen und den Narben, all das macht mein Zuhause aus.


Ist meins. Meins in Besitz zu nehmen. Meins zu mögen. Meins zu lieben.


Du kannst und du musst wieder lernen dein Zuhause zu lieben, auch wenn etwas kaputt geht. Auch wenn der Körper mal durchdreht. Und Hilfe braucht von dir. Du kannst und musst wieder lernen dein Zuhause zu lieben, auch wenn du zeitweise nicht tun kannst, was du gerne tun würdest. Auch wenn deine Klamotten mal zeitweise nicht passen oder es gerade ungemütlich kalt ist und hineinzieht.


Denn dein Körper ist dein Zuhause. Dein Wohnort. Deine Residenz. Deine Konstante, solange du lebst, in einer Welt die sich dauernd verändert und tja, unbeständig ist.


Vielleicht kannst du dir also sagen. Hier werde ich also leben. Hier werde ich lieben. Hier werde ich wachsen. Hier werde ich neue Dinge erschaffen und alte Dinge beenden.

In diesem Körper.

Es wird neue Wohnungen und Häuser geben. Neue Freunde und Partner geben. Aber dort, wo ich bin, werde ich immer verwurzelt sein. Ich habe immer einen Ort, an dem ich einkehren kann, mich zuhause fühlen kann, mich verbinden kann und mich gut fühlen kann. Mein Zuhause in meiner Haut.


Unser Zuhause verdient es mit Respekt behandelt zu werden. Von dir selber und von anderen Menschen. Dir selber die Aufmerksamkeit, Pflege und Zuwendung entgegenzubringen ist der erste Schritt. Dann zu lernen gesunde Grenzen zu ziehen und deinen Körper nicht von dir und anderen verschleißen zu lassen, ist der Zweite.

Im Beruf. In der Liebe. Zwischen Mann und Frau.

Ehre deinen Körper. Er ist wertvoll. Und sollte auch nur so behandelt werden.


Du möchtest, dass Besucher ihre Schuhe an der Wohnungstür ausziehen, richtig?

Falls deine Besucher ihre Schuhe nicht automatisch an der Türe abstellen, bitte sie darum. Frag danach. Steh für dich ein. Wisse um deinen Wert. Dann werden sie ihre Schuhe an der Haustüre ausziehen. Oder die Türe bleibt verschlossen.

Dein Zuhause. Deine Regeln.


Du lebst in deinem Körper. In deinem Zuhause. Halte es sauber. Hier spielst du, entspannst du, lernst du, wächst du und hier bist du einfach du. Hier hast du deine Erinnerungen, die schönen und die schwierigen, die alltäglichen und die süßen. Du musst nicht alles an ihm lieben, noch nicht, aber es ist Deins.


Und was glaubst du, was passiert, wenn es bei dir zuhause so richtig schön ist. Wenn Menschen merken, wie wohl du dich in dir fühlst. Wie gemütlich und einladend dein Zuhause ist?

Andere wollen dich besuchen kommen. Bei dir sein. Es auch warm haben ;)


Hörst Du gerne Podcast?

Diesen Beitrag und mehr Impulse und Methoden gegen Angst gibt es in meinem Podcast 'Calm is your Superpower'.

Bei Itunes, Spotify, Youtube und auf meiner Webseite.

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