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TRE funktioniert nicht bei mir – die 5 häufigsten Gründe (und was du tun kannst)

  • Autorenbild: Karla Johanna Schaeffer
    Karla Johanna Schaeffer
  • 3. Apr.
  • 3 Min. Lesezeit

Du hast von TRE gehört.

Vielleicht sogar schon einige Sessions ausprobiert.

Und jetzt sitzt du da und denkst:


„Warum passiert bei mir nichts?“

„Mache ich etwas falsch?“

„Funktioniert das einfach nicht bei mir?“


Wenn du dich darin wiedererkennst: Du bist nicht allein.

Und noch wichtiger:

Du bist nicht „kaputt“ – und dein Körper macht nichts falsch.


TRE (Tension & Trauma Releasing Exercises) ist keine Technik, die man einfach „richtig“ oder „falsch“ macht. Es ist ein Prozess, bei dem dein Nervensystem entscheidet, wann und wie es loslassen kann.

Und genau hier liegen oft die Gründe, warum es sich so anfühlt, als würde „nichts passieren“.


1. Dein Nervensystem fühlt sich noch nicht sicher genug


Das ist der häufigste – und am meisten missverstandene – Grund.

TRE basiert auf einem natürlichen Mechanismus des Körpers: dem neurogenen Zittern.


Aber dieses Zittern passiert nur, wenn dein Nervensystem signalisiert:


„Es ist sicher, loszulassen.“


Wenn dein System noch in einem Zustand von:

  • innerer Anspannung

  • Überforderung

  • subtiler Unsicherheit

ist, dann wird es nicht einfach „auf Knopfdruck“ loslassen.


Was helfen kann:

  • Langsamer starten (weniger Intensität)

  • Vor TRE bewusst regulieren (Atmung, Orientierung im Raum)

  • Sicherheit im Körper aufbauen statt „Ergebnis erzwingen“


2. Du versuchst (unbewusst), etwas zu erzwingen


Viele gehen in TRE mit der Erwartung:


„Jetzt muss etwas passieren.“


Vielleicht wartest du auf:

  • starkes Zittern

  • emotionale Entladung

  • ein „Durchbruch“-Gefühl


Aber dein Nervensystem funktioniert nicht unter Druck. Im Gegenteil: Druck signalisiert eher Gefahr als Sicherheit.

Das Paradoxe ist: Je mehr du „willst“, dass etwas passiert, desto weniger wird es passieren.


Was helfen kann:

  • TRE als Einladung sehen, nicht als Technik

  • Den Fokus vom Ergebnis auf die Wahrnehmung verlagern

  • Kleine Impulse wahrnehmen (Wärme, Kribbeln, Mikro-Bewegungen)


3. Dein Körper zeigt Reaktionen – aber du erkennst sie nicht


Nicht jeder Körper beginnt sofort mit sichtbarem Zittern.

Manchmal äußert sich Regulation ganz subtil:

  • ein tiefes Ausatmen

  • Wärme im Körper

  • kleine Muskelbewegungen

  • ein Gefühl von Müdigkeit oder Weite


Wenn du nur auf „großes Zittern“ wartest, übersiehst du vielleicht genau das, was bereits passiert. Dein Nervensystem arbeitet oft leiser, als du denkst.


Was helfen kann:

  • Aufmerksamkeit für feine Empfindungen entwickeln

  • Nach der Session reflektieren: Was hat sich verändert?

  • Weniger vergleichen (jeder Körper reagiert anders)


4. Du bist zu weit über deine Grenzen gegangen (oder zu vorsichtig)


Beides kann dazu führen, dass sich TRE „blockiert“ anfühlt.

Zu viel:

Wenn du dich überforderst, geht dein Nervensystem in Schutzmodus.

Ergebnis: Abschalten statt Loslassen

Zu wenig:

Wenn du dich kaum einlässt oder ständig kontrollierst, entsteht kein Impuls.

TRE braucht einen feinen Mittelweg: zwischen Aktivierung und Sicherheit


Was helfen kann:

  • Kürzere Einheiten

  • Frühzeitig Pausen machen

  • Mit deinem Körper „in Dialog“ gehen statt durchzuziehen


5. Dein Nervensystem braucht Zeit – nicht Leistung


Das ist vielleicht der wichtigste Punkt:

TRE ist kein „Quick Fix“.

Viele kommen mit der Hoffnung:

  • endlich loslassen

  • endlich entspannen

  • endlich „ankommen“


Aber dein Nervensystem wurde über Jahre geprägt.

Es lernt nicht in einer Session, dass alles sicher ist.

Regulation entsteht durch Wiederholung, nicht durch Intensität.


Was helfen kann:

  • Regelmäßigkeit statt Druck

  • Kleine Veränderungen wertschätzen

  • Geduld mit deinem eigenen Tempo entwickeln


Die wichtigste Wahrheit zum Schluss


Wenn du das Gefühl hast, dass TRE bei dir „nicht funktioniert“,dann bedeutet das meistens nicht, dass es nicht wirkt.

Es bedeutet, dass dein Nervensystem genau das tut, was es gelernt hat: dich zu schützen.

Und das ist kein Problem.

Das ist der Anfang.


Ein neuer Blick auf TRE


Vielleicht hilft dir dieser Perspektivwechsel:

„Warum funktioniert das nicht?“ Hin zu: „Was braucht mein Nervensystem gerade wirklich?“

Denn genau dort beginnt Veränderung.

Nicht im Erzwingen.

Sondern im Verstehen.


Wenn du tiefer gehen möchtest


Wenn du merkst, dass du dir Begleitung wünschst oder unsicher bist, was dein Körper braucht:

Du musst diesen Weg nicht allein gehen.

TRE kann unglaublich kraftvoll sein –wenn es in einem Rahmen stattfindet, der sich wirklich sicher anfühlt.


Meine Empfehlungen an dich:




Podcast Calm is your Superpower (1 Mio. Dowloads) mit Tipps, Übungen und Meditationen für innere Ruhe und Entlastung im Alltag.


 
 
 

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