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Was ist TRE®? Möglichkeiten, Erfolge und Vorteile des neurogenen Zitterns der  TRE®  Methode.

Nicht mehr in starker innere Aufregung und Anspannung zu stecken - das wünschen sich Menschen, die unter einem stressbedingten körperlichen Alarmzustand leiden. Der Körper reagiert über, fällt aus oder kann gar nicht mehr abschalten, er greift sich selber an (Autoimmunerkrankungen) und findet vielfältige Wege, um STOP zu sagen.

Es geht darum, dass wir bei Überforderung und Angst einen Stresspegel im Körper haben, der sich allein mit dem Willen nicht lösen lässt. Daher ist ein Alleinstellungsmerkmal der TRE® Methode, dass wir auf der tiefsten Ebene, über das autonome Nervensystem, Belastung, Ängste und Stressüberforderung unterstützend verarbeiten können.

Wenn es uns nicht gut geht, wir unruhig und abgespannt sind, Panik fühlen oder 'einfach nur' gestresst sind, betrifft das unseren gesamten Körper. Wir werden zu einem Bündel angespannter Muskeln, um gefühlt unsere Existenz zu schützen.
 

Physiologische Veränderungen unter starkem Stress

Unter starkem Stress schaltet der Körper in einen Überlebensmodus – schnell, kraftvoll, aber auf Dauer belastend.

Kurz erklärt – das passiert physiologisch:

  • Stresshormone steigen: Vor allem Adrenalin und Cortisol werden ausgeschüttet.

  • Herz & Kreislauf: Herzfrequenz und Blutdruck erhöhen sich, die Durchblutung der Muskeln nimmt zu.

  • Atmung: Wird schneller und flacher, um mehr Sauerstoff bereitzustellen.

  • Energie mobilisiert: Blutzucker steigt, damit der Körper sofort leistungsfähig ist.

  • Verdauung & Immunsystem: Werden heruntergefahren – der Körper spart Energie für „Kampf oder Flucht“.

  • Sinne & Aufmerksamkeit: Wachheit und Reaktionsfähigkeit steigen, der Fokus verengt sich.

Wichtig zu wissen:
Kurzfristiger Stress kann hilfreich sein. Dauerstress hingegen belastet Herz, Schlaf, Stimmung, Immunsystem und kann langfristig krank machen.

Wenn die Stressreaktion zum Dauerzustand wird, macht sie uns mürbe, müde und krank.

Dabei sind es nicht nur die Anforderungen unseres modernen Job- und Familienalltags, die das Alarmsystem aktivieren. Es gibt Hinweise, dass auch tiefsitzende Emotionen wie Angst, Schuldgefühle, Trauer, Verletzung und Scham ein inneres Feld von verstecktem, chronischem Stress erzeugen. Die nicht entladene hormonelle Aktivierung sorgt dafür, dass der Körper kontinuierlich im Stressmodus verbleibt, und veranlasst ihn, ein bestimmtes Muster von Muskelanspannung zu entwickeln.

 

Die TRE®-Methode (Tension and Trauma Releasing Exercises) arbeitet darauf hin, dieses Anspannungsmuster wieder aufzulösen und in den Zustand der Entspannung zurückzuführen, um eine spontane Erholung herbeizuführen.

Zittern gegen den Stress

Wenn Tiere Todesangst erleben – etwa eine Gazelle nach der Flucht vor einem Raubtier – passiert oft etwas Auffälliges: Sie zittern am ganzen Körper, manchmal minutenlang. Danach stehen sie auf und kehren erstaunlich schnell in ihren normalen Zustand zurück.
Dieses Zittern ist kein Zeichen von Schwäche – es ist ein natürlicher Entlademechanismus des Nervensystems.

Darauf fußt TRE (Tension & Trauma Releasing Exercises):


Die Methode nutzt genau diesen biologischen Reflex. Unter starkem Stress spannt der Körper Muskeln an, schüttet Stresshormone aus und bleibt oft in erhöhter Alarmbereitschaft. Wenn die Spannung nicht „abfließen“ kann, bleibt innere Unruhe, Anspannung oder Panik zurück.

 

Wie das Zittern wirkt

  • Das neurogene Zittern entsteht aus tiefen Muskelgruppen (Becken, Beine, Rücken).

  • Es signalisiert dem Nervensystem: Die Gefahr ist vorbei.

  • Stresshormone können sich regulieren.

  • Der Körper wechselt vom Alarmmodus (Sympathikus) zurück in Ruhe und Sicherheit (Parasympathikus).

  • Viele Menschen spüren danach mehr Wärme, Ruhe, Atmungstiefe oder Erdung.

 

Anschaulich aus der Tierwelt

  • Gazellen oder Antilopen zittern nach einer Verfolgung, bevor sie wieder grasen.

  • Hunde schütteln sich nach einem Schreck oder Tierarztbesuch.

  • Enten oder Vögel flattern kurz und intensiv, nachdem sie einer Gefahr entkommen sind.

 

 

TRE versucht, diesen angeborenen Selbstregulationsmechanismus beim Menschen wieder zugänglich zu machen – nicht als Leistung, sondern als sanftes Zulassen. Das Zittern wird nicht erzwungen, sondern entsteht von selbst, wenn der Körper sich sicher genug fühlt.

 

Kurz gesagt:
TRE arbeitet nicht gegen die Angst – sondern mit der Körperintelligenz, die Stress natürlich entladen kann.

Möchtest du mehr erfahren?

Ich unterrichte Menschen online und vor Ort in Bonn Bad-Godesberg. Hier gelangst du zum TRE Gruppenkurs. Auch Einzelbegleitung ist möglich.

Im Detail. Was ist TRE®?

TRE® (Tension and Trauma Releasing Exercises) ist eine Form der Körperarbeit, die von dem US-amerikanischen Physiotherapeuten und promovierten klinischen Sozialarbeiter (PhD) David Berceli  zunächst zur Prävention und Besserung posttraumatischer Belastungssyndrome entwickelt wurde (Berceli 2010). Sie bietet eine wertvolle Hilfestellung insbesondere auch für alle diejenigen, die unter hoher stressbedingter körperlicher und mentaler Anspannung leiden, indem sie die Auflösung chronischer Stressreaktionen unterstützt und Stressverarbeitungsstörungen vorbeugt.

Eine der Stärken der TRE®-Methode besteht darin, dass sie mögliche Sprechbarrieren überwindet. Denn es handelt sich hier in erster Linie um ein Körpertraining und damit um einen Prozess, bei dem nicht notwendigerweise über das auslösende Ereignis, das Gefühl oder das Problem gesprochen werden m u s s , aber darüber gesprochen werden k a n n .

Wir machen eine Reihe von 7 Übungen, die mit den Muskeln des Unterkörpers arbeiten und ein wenig Zittern in den Beinen aufbauen. In Rückenlage ermutigen wir dann diese natürlichen Schwingungen, das Zittern, sich durch den Körper zu bewegen, ohne zu versuchen, es zu kontrollieren. Wir lernen achtsam mit Gefühlen und Empfindungen zu werden und es kann für Viele ein wunderbares Gefühl der körperlichen und emotionalen Befreiung bedeuten.

Die Methode dient nicht zur Diagnose, Behandlung, Heilung oder Vorbeugung von Krankheiten. 


Die TeilnehmerInnen meines Coachings sollen in die Lage versetzt werden, mit Hilfe des neurogenen Zitterns die Achtsamkeit zu schulen, in einen geerdeten, beruhigten Zustand zu finden, Muskelverhärtungen zu lösen, das Nervensystem zu beruhigen und sich selbst auf diese Weise wieder in das natürliche Gleichgewicht, die psycho-somatische Homöostase, zurückzuführen zu können. Die TRE®-Methode dient damit nach dem Erlernen als Selbsthilfe-Werkzeug, um nach Bedarf, punktuell oder regelmäßig, Stress abzubauen, das innere Gleichgewicht wiederherzustellen und möglicherweise langfristig einem Burnout entgegenzuwirken. 

Wie wirkt TRE®?

TRE® kann dir helfen Stressanspannung zu lösen, Erlebnisse besser zu verarbeiten und gut mit deiner Energie zu haushalten. Unsere natürlichen Bewältigungsmechanismen sind nicht darauf angelegt, konstante Stressbelastungen auszuhalten.

Wenn der 'Fight or Flight' Modus immer und immer wieder anspringt, ohne Beruhigungsphasen oder aber der Möglichkeit, die 'Fight or Flight' Reaktion tatsächlich auszuleben, also die bereitgestellte Energie auch wieder loszuwerden, bleiben wir in einem anhaltenden Zustand der Anspannung. Diese Anspannung wird physisch und psychisch erlebt,  womöglich als (diffuse) Angst, Überforderung, Unsicherheit, Erschöpfung, Unruhe oder Panik.

Innere Unruhe und Gehemmtheit sind ein verbreiteter Zustand für Menschen, die von chronischem Stress und von Ängsten betroffen sind. Selbstwirksamkeit zu erleben und das Gefühl der Kontrolle über deinen inneren Zustand und die Möglichkeiten im Leben zu erlangen, ist ein wesentlicher Bestandteil jedes Besserungsprozesses. TRE® ist ein hilfreiches Werkzeug, um dies zu unterstützen. 

Es scheint auf den ersten Blick erst einmal ungewöhnlich, den Körper sich sozusagen frei zittern zu lassen. Aber das neurogene Zittern hilft uns tatsächlich, einen umfassenden körperlichen Prozess zu starten, um mit sich in Kontakt zu gelangen und Stress auf tiefster Ebene abzubauen.

Für wen ist TRE® besonders hilfreich?

Kann unterstützen bei:

  • chronischem Stress oder Überlastung

  • innerer Unruhe, Anspannung, Nervosität

  • Angstgefühlen und Panikattacken

  • Schlafproblemen

  • körperlichen Stresssymptomen (verspannte Muskulatur, „unter Strom stehen“)

  • emotionaler Erschöpfung oder Burnout-Tendenzen

  • Traumaerfahrung

  • Long Covid

  • Menschen, die einen körperorientierten Zugang zur Stressregulation suchen

Grundregel:
TRE® sollte sich sicher, dosierbar und kontrollierbar anfühlen. Wenn starke Gefühle, Überforderung oder Dissoziation auftreten, pausieren und ggf. professionelle Begleitung suchen.

Wie kannst Du Dich nach TRE® fühlen?

Nach TRE® reagieren Körper und Nervensystem oft so, als hätten sie einmal tief „durchgeatmet“. Viele Menschen beschreiben wohltuende, regulierende Effekte – sanft, nicht spektakulär, eher wie ein Zurückfinden in sich selbst.

So kannst du dich nach TRE® fühlen:

  • Tiefe Entspannung – der Körper wirkt lockerer, weicher, ruhiger

  • Mehr innere Ruhe – weniger Gedankenkreisen, ein Gefühl von „runterkommen“

  • Wärme oder angenehme Schwere im Körper (Zeichen von Loslassen)

  • Tiefere, freiere Atmung

  • Bessere Erdung – sich wieder präsenter, stabiler, „bei sich“ fühlen

  • Emotionale Entlastung – mehr Gelassenheit, manchmal auch stille Erleichterung

  • Verbesserter Schlaf oder angenehme Müdigkeit danach

  • Mehr Energie und Klarheit – wie nach einem Reset

  • Lockerere Muskulatur, weniger Spannungsgefühl

  • Ein Gefühl von Sicherheit im eigenen Körper

Manchmal zeigt sich auch einfach ein ruhiger, neutraler Zustand – und auch das ist ein gutes Zeichen: Das Nervensystem findet zurück in Balance.

Einladender Gedanke:


TRE® muss nichts leisten oder „bewirken“. Du gibst deinem Körper nur Raum – und oft nutzt er diesen, um genau das loszulassen, was gerade bereit ist zu gehen.

Wie lernst Du TRE® ?

Ein qualifiziertes Heranleiten und Begleiten beim Erlernen der TRE® Methode wird empfohlen. Um optimal von der Methode profitieren zu können, sie anschließend selbstständig einsetzen zu können und die möglichen Ergebnisse zu erzielen, coache ich Dich. 

Ich freue mich auf unser Kennenlernen, hier kannst du ein Gespräch mit mir ausmachen.

Erklärungen, Interviews und weitere Einblicke in TRE® (und zu anderen Themen, rund um den Umgang mit Stress, Trauma und dem Finden eines neuen Selbstbewusstseins), gibt es in meinem Podcast Calm is your Superpower, der eine Mio. Downloads hat. Hör doch mal rein!

life is tricky baby, stay in your magic

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