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  • Karla Johanna Schaeffer

Schilddrüse und Panikattacken.


Kennst du das?

Dein Bauch, deine Brust ziehen sich zusammen, dein Gehirn arbeitet auf Hochtouren, das unangenehme Gefühl, dass Du nicht ganz sicher bist, was Du jetzt tun sollst, aber klar ist, du musst jetzt etwas tun, um nicht aufzufallen, damit keiner mitkriegt, was gerade in deinem Körper passiert. Angst.

Manchmal bekommst du sie mit ein paar tiefen Atemzügen in den Griff, manchmal muss man sie mit Steinen verjagen oder mit ein paar kleinen weißen Pillen in die Flucht schlagen.


Heute geht es um die Schilddrüse. Die kleine Schilddrüse und was für einen großen Einfluss sie auf Angst und Panikattacken haben kann.

Auf uns, unseren Körper, unsere Psyche und eben auf das Gleichgewicht des Menschen.

Tatsächlich den Gleichgewichtssinn, kann sie enorm beeinflussen.

Sowohl die Unterfunktion als auch die Überfunktion der Schilddrüse, sind mit psychischen und körperlichen Symptomen gekoppelt. Und beide Funktionsstörungen führen zu einer Beeinträchtigung der Lebensqualität.

Es gibt viele Symptome bei einer Schilddrüsenstörfunktion und wenn du mit Angst und Panik zu tun hast, ist ein wichtiger Tipp, deine Schilddrüsenwerte überprüfen zu lassen.

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion kommt es häufig vor, dass Menschen depressive Verstimmungen erleben, Apathie, schnelle Erschöpfung, Panikattacken, Schwindel, Müdigkeit und Konzentrationsstörungen sind symptomatisch. Die Gefühlslage kann sehr schwankend sein und im Extremfall kann es sogar zu Wahnvorstellungen kommen.

Bei einer Schilddrüsenüberfunktion befinden sich schlicht gesagt zu viele Hormone im Kreislauf. Oft sind Menschen dann schnell nervös oder aggressiv, sie sind ängstlich oder schreckhaft. Es fällt ihnen schwer, sich zu entspannen, sie schwitzen schnell, haben Schlafstörungen oder Herzrasen.

Ein 'Nicht-bei-sich-Sein' und ein mentales Ungleichgewicht kommen sowohl bei Unter- und Überfunktion vor.

Auch wenn du nur eine leichte Funktionsstörungen der Schilddrüse hast, kannst du ein höheres Angstempfinden erleben, denn rund 50 bis 60 Prozent aller Angstpatienten haben auch eine Schilddrüsenstörung.

Eine gute Einstellung der Schilddrüsenhormone kann Angstzustände reduzieren, aber selbst wenn die Werte wieder stimmen, ist es möglich, dass dein Immunsystem und dein Nervensystem so überfordert sind, dass du Symptome weiterhin erlebst. Und das hat vor allem mit dem Stresspegel im Körper zu tun, der Angstzustände, Stimmungsschwankungen und Überforderung auslöst.

Die Ursache für Panikattacken, Angstzustände oder Burnout sind im Wesentlichen, dass das Stresssystem im Körper sehr stark nach oben gefahren ist und dass du dich - konkreter ausgedrückt dein Körper - sich deswegen in einem ständigen Alarmzustand befindet.

Wenn bei dir eine Schliddrüsenüber- oder unterfunktion festgestellt wird, dann wirst du Hormone in Tablettenform verschrieben bekommen, um den Hormonhaushalt wieder zu regulieren.

Wichtig zu verstehen ist, dass man den Hormonhaushalt auf verschiedenen Ebenen unterstützend wieder ins Gleichgewicht bringen kann. Du kannst Angstzustände, Panikattacken, Schwindel, Müdigkeit, Stimmungsschwankungen und Gewichtzunahme auch auf der körperlichen Ebene neu regulieren.

Du kannst zum Beispiel darauf achten, dass du deinen Blutzuckerspiegel stabil hältst. Das kannst du gut mit einer bestimmten Ernährung regulieren. Du kannst darauf achten, dass du regelmäßig isst, keine zu großen Essenspausen und unregelmäßige Essenszeiten einlegst. Iss vor allem frische Lebensmittel, viel Obst und Gemüse, sowie entzündungshemmende Lebensmittel wie rote und blaue Beeren, Lachs, Ingwer, Kokosnuss, Grünes Blattgemüse (Grünkohl, Spinat), Walnüsse. Oder Probiotische Lebensmittel wie Joghurt, Miso-Suppen oder Sauerkraut stärken die Darmflora und damit auch das Immunsystem.

Achte darauf viel zu trinken. Wasser, Tee und Gemüsesäfte.

Außerdem kannst du eine Kaffeepause einlegen. Durch Panikattacken und durch die Schilddrüsenstörung kannst du eine große innere Unruhe fühlen, sodass du erst einmal auf den Kaffee verzichtest.

Du kannst auch das Nachtschattengewächs Ashwaghanda für dich austesten, das du unter anderem als gemahlenes Pulver trinken kannst. Ashwagandha kommt aus dem Ayurveda und hat beruhigende und entspannende Eigenschaften. Diese Heilpflanze kann eine natürliche Alternative zur Behandlung von Panikattacken und Angstgefühlen sein.

Achte darauf genug zu schlafen.

Finde eine Methode, die dir hilft zu entspannen. Es ist wichtig, dass du dir Entspannungsphasen und Ruhephasen bewusst einlegst. Vielleicht funktioniert die Meditation bei dir; ich habe verschiedene Meditationen im Podcast 'Calm is your Superpower', den du auch auf dieser Webseite findest. Vielleicht helfen dir Atemübungen. Es ist wichtig den Körper zu entspannen, damit du die innere Anspannung minimierst.

Ich habe schon häufig davon gesprochen, dass TRE® bei mir der Schlüssel war, um meine Panikattacken abzulegen.

Die profunde körperliche Entspannung durch TRE® (Tension and Trauma Releasing Exercises), das ‚Wegzittern‘ der Anspannung und Stressverspannung im Körper reguliert dein Nervensystem und deinen Hormonhaushalt tiefgreifend.

Was, wenn wir die Angst nicht nur als Angst und etwas Unerträgliches oder als Versagen betrachten, sondern als eine Art Lieferservice, oder Messenger der inneren Wahrheit.

Dass wir den Körper nicht als kaputt oder unfähig betrachten, wenn er nicht mehr weiter will, sondern jedes Mal, wenn Angst auftaucht, sagt unsere Psyche:

"Klopf klopf, ich muss dir etwas über dich zeigen, das du wirklich sehen solltest. Etwas funktioniert hier nicht mehr gut. Du machst dich gerade schwach und kaputt und du musst etwas verändern. Ich bin hier, um dir das zu sagen. Damit es dir besser geht."


Hörst Du gerne Podcast?

Diesen Beitrag und mehr Impulse und Methoden, um Ängste zu bewältigen, gibt es in meinem Podcast 'Calm is your Superpower'.

Bei Itunes, Spotify und auf meiner Webseite.


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© 2020 Johanna Schaeffer

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