SCHILDDRÜSE UND PANIKATTACKEN


Kennst du das?

Dein Bauch, deine Brust zieht sich zusammen, dein Gehirn arbeitet auf Hochtouren, das unangenehme Gefühl, dass Du nicht ganz sicher bist, was Du jetzt tun sollst, aber klar ist, du musst jetzt etwas tun, um nicht aufzufallen, damit keiner mitkriegt, was gerade in deinem Körper passiert. Angst.

Manchmal bekommst du sie mit ein paar tiefen Atemzügen weg, manchmal muss man sie mit Steinen verjagen oder mit ein paar kleinen weißen Pillen in die Flucht schlagen.


Heute geht es um die Schilddrüse. Die kleine Schilddrüse und was für einen großen Einfluss sie auf Angst und Panikattacken haben kann.

Die Schilddrüse ist ein ziemlich kleines Organ und hat trotzdem einen sehr großen Einfluss auf den Körper. Auf die Psyche und eben auf das Gleichgewicht des Menschen.

Tatsächlich das Gleichgewicht, den Gleichgewichtssinn, kann sie enorm beeinflussen.

Sowohl die Unterfunktion als auch die Überfunktion der Schilddrüse, sind mit psychischen und körperlichen Symptomen gekoppelt. Und beide Funktionsstörungen führen zu einer Beeinträchtigung der Lebensqualität.

Es gibt viele Symptome bei einer Schilddrüsenstörfunktion und wenn du mit Angst und Panik zu tun hast, ist ein wichtiger Tipp, dass du deine Schilddrüsenwerte überprüfen lässt.

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion kommt es häufig vor, dass Menschen depressive Verstimmungen erleben, Apathie, schnelle Erschöpfung, Müdigkeit und Konzentrationsstörungen sind häufig. Die Gefühlslage kann sehr schwankend sein und im Extremfall kann es sogar zu Wahnvorstellungen kommen.

Bei einer Schilddrüsenüberfunktion befinden sich schlicht gesagt zu viele Hormone im Kreislauf. Oft sind Menschen dann schnell nervös oder aggressiv, sie sind ängstlich oder schreckhaft. Es fällt ihnen schwer, sich zu entspannen, sie schwitzen schnell, haben Schlafstörungen oder Herzrasen.

Müdigkeit und Schwäche kommen sowohl bei Unter- und Überfunktion vor.

Auch wenn du nur eine leichte Funktionsstörungen der Schilddrüse hast, kannst du ein höheres Angstempfinden erleben. Rund 50 bis 60 Prozent aller Angstpatienten haben auch eine Schilddrüsenstörung.

Eine gute Einstellung der Schilddrüsenhormone kann Angstzustände reduzieren, aber selbst wenn die Werte wieder stimmen, kann dein Immunsystem und dein Nervensystem so überfordert sein, dass du die Symptome noch weiter erlebst. Und das hat vor allem mit dem Stress-Response-System im Körper zu tun, das Angstzustände, Stimmungsschwankungen und Überforderung auslöst.

Die Ursache für Panikattacken oder Angstzustände oder Burnout ist im Wesentlichen, dass das Stresssystem im Körper sehr stark nach oben gefahren ist und dass du dich oder konkreter ausgedrückt, dein Körper sich deswegen in einem ständigen Alarmzustand befindest.

Wenn bei dir eine Schliddrüsenüber- oder unterfunktion festgestellt wird, dann wirst du Hormone in Tablettenform verschrieben bekommen, um den Hormonhaushalt wieder zu regulieren.

Aber ganz wichtig ist zu verstehen, dass man den Hormonhaushalt auf verschiedenen Ebenen wieder in Ordnung bringen kann. Du kannst Angstzustände, Panikattacken, Schwindel, Müdigkeit, Stimmungsschwankungen und Gewichtzunahme auch auf der körperlichen Ebene neu regulieren.

Du kannst zum Beispiel darauf achten, dass du deinen Blutzuckerspiegel stabil hältst, das kannst du sehr gut mit einer bestimmten Ernährung regulieren. Du kannst darauf achten, dass du regelmäßig isst, keine zu großen Essenspausen einlegst. Keine unregelmäßigen Essenszeiten.

Iss vor allem frische Lebensmittel, viel Obst und Gemüse, sowie entzündungshemmende Lebensmittel wie rote und blaue Beeren, Lachs, Ingwer, Kokosnuss, Grünes Blattgemüse (Grünkohl, Spinat), Walnüsse. Oder Probiotische Lebensmittel wie Joghurt, Miso-Suppen oder Sauerkraut stärken die Darmflora und damit auch das Immunsystem.

Und achte darauf viel zu trinken. Wasser, Tee und Gemüsesäfte.

Außerdem kannst du eine Kaffeepause einlegen. Durch Panikattacken und durch die Schilddrüsenstörung kannst du eine so große innere Unruhe fühlen, dass du erst einmal auf den Kaffee verzichten musst.

Du kannst aber auch das Nachtschattengewächs Ashwaghanda für dich austesten, das du als gemahlenes Pulver trinken kannst. Ashwagandha kommt aus dem Ayurveda und hat beruhigende und entspannende Eigenschaften. Diese Heilpflanze kann eine natürliche Alternative zur Behandlung von Panikattacken und Angstgefühlen sein.

Achte darauf genug zu schlafen.

Finde eine Methode, die dir hilft zu entspannen. Es ist wichtig, dass du dir Entspannungsphasen und Ruhephasen bewusst einlegst. Vielleicht funktioniert die Meditation bei dir; ich habe verschiedene Meditationen im Podcast Calm is your Superpower. Vielleicht helfen dir Atemübungen. Es ist wichtig den Körper zu entspannen, damit du die innere Anspannung minimierst.

Ich habe schon häufig davon gesprochen, dass TRE® bei mir der Schlüssel war, um meine Panikattacken aufzulösen.

Diese profunde körperliche Entspannung durch TRE®, das ‚Wegzittern‘ der Anspannung und Stressverspannung im Körper reguliert dein Nervensystem und deinen Hormonhaushalt tiefgreifend.

Was also, wenn wir die Angst nicht nur als Angst und etwas Unerträgliches oder als Versagen betrachten, sondern als eine Art Lieferservice, oder Messenger der inneren Wahrheit.

Dass wir den Körper nicht als kaputt oder unfähig betrachten, wenn er nicht mehr weiter will, sondern jedes Mal, wenn Angst auftaucht, sagt unsere Psyche: "Klopf klopf, ich muss dir etwas über dich zeigen, das du wirklich sehen solltest. Du machst dich gerade schwach und kaputt. Ich bin hier, um dir das zu sagen.

Du musst etwas verändern. Damit es dir besser geht.

Meistens sind das nicht so kleine Veränderungen, wie deine Ernährung zu verändern, sondern es geht um einen Lifestyle Change. Bessere Entscheidungen treffen. Mehr zu wissen wer du bist und was du brauchst. Big changes. Uncomfortable Changes.

Ich hoffe, ich kann dich dabei unterstützen.

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© 2020 Johanna Schaeffer

DER 1. SCHRITT UM ANGST ABZULEGEN

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