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  • Karla Johanna Schaeffer

6 Dinge, wenn Du mit Angst aufwachst


Tipps gegen Angst Karla Johanna Schaeffer

Was bedeutet es für Dich mit Angst aufzuwachen?

Für mich bedeutet es, mit einem Gefühl aufzuwachen, als wäre mein Herz von einer eisernen Klaue umfasst. Es fühlt sich an, als wäre etwas nicht in Ordnung und irgendwie irreal.

Ich kenne dieses Gefühl von früher. Es kommt nur noch sehr selten. Nicht mehr in Form von Panikattacken, sondern in Form einer inneren Lauerstellung, es ist ein lungerndes Gefühl. Etwas Schweres, das auf meiner Brust sitzt und das mich schwindelig macht.


Ich möchte in diesem Beitrag erzählen, was du in solchen Momenten tun kannst, wenn du mit diesem Gefühl der Angst und des Unwohlseins aufwachst.


Erstens: Wichtig! Bleibe nicht im Bett liegen. Der größte Fehler, den du machen kannst wenn du dich so fühlst ist, dass du deinen Morgen damit beginnst, im Bett zu liegen und über all das nachzudenken, was in deinem Leben gerade schief läuft. Sodass du dich noch schwerer, schwacher, ängstlicher, benachteiligter und hoffnungsloser fühlst.

Steh auf. Aus dem Bett. Steh auf. Und bewege dich. So langsam wie es sein muss, aber werde aktiv. Mache dich fertig. Gehe duschen. Trinke deinen Kaffee. Ein Schritt führt zum anderen. Geh nur einem Schritt. Und dann den nächsten.


Zweitens: Erinnere dich, dass alles in Ordnung ist mir dir. Sprich mit dir. Wo fühlst du die Angst oder das Unbehagen? Warum könnte es sein? Welche Erklärung findest du? Vielleicht steht etwas wichtiges an? Vielleicht hast du nicht viel Schlaf bekommen? Vielleicht schiebst du etwas vor dir her? Sprich mit dir und mache dir klar, dass es ganz normal ist, dich manchmal ängstlich und unruhig zu fühlen. Veränderungen, Neues oder Anforderungen bringen immer eine gewisse Unsicherheit und Ungewissheit mit sich. Und heute erlebst du sie eben etwas stärker.


Ein Angstgefühl wird stärker, wenn du der Abwärtsspirale eines negativen Gedankens folgst. Erinnere dich, es ist alles in Ordnung. Es ist ok, dass es heute so ist. Du verstehst warum. Du bist sicher in diesem Moment, es besteht keine Gefahr. Du passt auf dich auf. Es ist ok dich so zu fühlen.

Und merke, wie sich der Griff ein bisschen löst.


Dritter Schritt: Erinnere dich genauso, dass diese Gefühle und dieser Zustand temporär sind. Dass wahrscheinlich morgen die Welt schon wieder ganz anders aussieht. Und dass du dich nicht immer so fühlen wirst, wie in diesem Moment. Du lässt die Welle des Gefühls, den festen Griff um dein Herz in deinem Körper sein und folgst deinem eigenen Prozess, (oder eben meinem Prozess, den ich dir hier aufliste) und wirst aktiv, statt reaktiv.

Du verstehst bestimmt schon, dass es eine direkte Verbindung gibt zwischen dem Muster der Angstgedanken und der Angst, die du fühlst.

Du kannst lernen, dir weniger Sorgen zu machen. Und du kannst lernen, das Gefühl der Angst in deinem Körper abzuschwächen. Und ich möchte dir zeigen wie, genau jetzt.


Vierter Schritt: Ziehe deine Sportklamotten an. Rolle deine Yogamatte aus. Und bewege deinen Körper. Deinen Körper zu bewegen, bewegt die Angst heraus. Es muss kein anstrengendes Workout sein.

Ich mache 15 Minuten Yoga und dann mache ich TRE®.

Ich lege dir die TRE® (Tension and Trauma Releasing Exercises) Methode ans Herz, sie wirkt befreiend und hat mein Leben verändert. Für Menschen, die TRE® noch nicht gelernt haben, bewege deinen Körper mit Yoga, mit Pilates, mit Kniebeugen oder Joggen.

Aber bewege deinen Körper.

Ich liebe den Sport nicht besonders. Trotzdem ist er essentiell für mich, weil ich weiß, dass er meinem Körper und meiner emotionalen und mentalen Verfassung guttut. Ich mache Sport, weil mein Körper es verdient, sich gut zu fühlen. Ich bewege meinen Körper, weil es meinem Fokus hilft. Ich mag es nicht immer. Aber alles, was sich lohnt zu tun, erfordert auch ein bisschen Disziplin.


Und wenn du nun weißt, dass diese simplen Schritte dir helfen, aus einem Unbehagen und Angstgefühl zu finden, dann ist dieser kleine Schubs, den du dir gibst essentiell.


Fünfter Schritt: Setze dich hin bewege deinen Verstand. Entleere deinen Kopf auf ein Blatt Papier. Ungefiltert. Unüberlegt. Alles raus. Schreibe alle Gedanken auf. Sie machen keinen Sinn. Sie kommen von überall her. Alles kommt aufs Papier.


Du musst dich von der Angst nicht als Geisel nehmen lassen. Sondern du kannst ihr begegnen. Egal ob das am Morgen ist oder am Abend oder wenn sich dich den Tag über begleitet. Angst ist ein normaler Bestandteil des Lebens und wir können mit ihr umgehen. Und wenn wir einen einfachen Prozess haben, wie wir ihr begegnen können, sind wir ihr auch nicht mehr ausgeliefert.

Statt reaktiv zu sein, können wir auf sie antworten. Sodass du mit Herausforderungen und Hindernissen, die das Leben immer mal wieder in deine Richtung wirft, umgehen kannst.

Schütte all deine Gedanken auf das Papier, all das, was du fühlst und denkst. Schütte es auf das Papier, anstatt auf andere Menschen.

Es wird dir helfen, diese Gefühle zu verarbeiten, anstatt sie zu unterdrücken.


Ich weiß, dass du wahrscheinlich deine Wellen reitest, die emotionalen Wellen der Frustration, Traurigkeit, Wut und der Angst. Du bist menschlich.

Es ist unsere menschliche Erfahrung emotionale Wellen zu fühlen, also erinnere dich, egal ob es ein Hoch oder Tief ist, dass du gerade fühlst, dieses Gefühl und dieser Zustand ist temporär. Du schaffst es hindurch.


Sechster Schritt: Finde einen Ankergedanken.

Einen Gedanken, den du wie einen schweren Anker nutzt. Der dir Sicherheit gibt und dich beruhigt. Lege deinen Anker aus, indem du an etwas denkst, das dir wichtig ist. Das dir ein gutes Gefühl gibt. Auf das du dich freust. Komme gedanklich zu einem Moment zurück, an dem du dich beschützt und sicher und hoffnungsvoll gefühlt hast.


Hörst Du gerne Podcast?

Diesen Beitrag und mehr Impulse und Methoden zum Umgang mit Angst und Herausforderungen gibt es in meinem Podcast 'Calm is your Superpower'.

Bei Itunes, Spotify und auf meiner Webseite.

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