Suche
  • Karla Johanna Schaeffer

Emotionaler Stress - Wenn Dein Körper STOP sagt


Karla Johanna Schaeffer Emotionaler Stress

Es gibt wirksame Strategien, um mit Stress und mit Angst umzugehen, die ihren Zweck erfüllen. Ich verweise auf die TRE® Methode, mit der du deinen Körper davon abhältst, nur noch auf Hochtouren zu laufen und im Alarmmodus festzustecken. Allerdings sind die Symptome des Stresses und der Angst meistens ein guter Hinweis darauf, dass ein Umstand besonders schwierig für dich war und vermutlich weiterhin ist, und deutet darauf hin, dass ein Teil deines Lebens sich ändern musst.


Gefühle entstehen nicht aus dem Nichts, die Hoffnungslosigkeit beispielsweise entsteht, wenn du zu glauben beginnst, dass diese festgefahrenen und hilflosen Gefühle von Dauer sind.

Was dein Körper versucht, wenn er dich mit Gefühlen überschwemmt, die für dich sehr unangenehm sind, ist: Er versucht, dich dazu zu bringen, dich von einer für dich sehr schwierigen Situation zu lösen. Der Körper sagt STOP und du hörst aber vielleicht nicht zu.


Der rote Faden bei all dem ist, dass du deine Kontrolle nach außen verlagerst und denkst, alle anderen um dich entscheiden, wie dein Leben läuft. - Vielleicht hast du deine Macht vergessen, die Richtung auch wechseln zu können?


Die meisten von uns leben im Autopilot-Modus. Wir halten selten inne, um unsere Persönlichkeit, unsere Überzeugungen oder unsere emotionalen Auslöser zu hinterfragen. Wir denken, dass wir einfach so sind, wie wir sind und dass wir nichts dagegen tun können.

Unser Körper ist süchtig nach Stress geworden, weil das die Art von Kultur ist, in der wir leben; wir befinden uns ständig im Stressmodus, sodass der Körper es nicht anders kennt. Und haben dies zu einer normalen Lebensweise gemacht.


Der kanadische Arzt Gabor Maté beschreibt es in seiner Literatur so, dass emotionaler Stress eine der Hauptursachen für körperliche Erkrankungen ist, von Krebs bis zu Autoimmunerkrankungen und vielen anderen chronischen Krankheiten. Die Gehirn- und Körpersysteme, die Gefühle verarbeiten, sind eng mit dem Hormonapparat, dem Nervensystem und vor allem dem Immunsystem verbunden.

Der Weg von belastenden Gefühlen, die oft unbewusst sind, hin zu körperlicher Krankheit haben viele von uns schon am eigenen Lebe erfahren. Dazu gehört auch die chronische Unterdrückung dieser sogenannter "negativen Emotionen", insbesondere das Unterdrücken von gesunder Wut.


Eine übermäßige Sorge um die emotionalen Bedürfnisse anderer, während man die eigenen Bedürfnisse ignoriert, ist ein Muster, dass den Menschen stark beeinflusst. Des weiteren kostet uns die Überzeugung, - wiederum oft unbewusst gewählt - dass man dafür verantwortlich ist, wie sich andere Menschen fühlen, und dass man andere niemals enttäuschen darf, viel. Gabor Maté schreibt: Die Redewendung "die Guten sterben jung" hat leider mehr Gültigkeit, als uns manchmal bewusst ist.


Die Trennung von Geist und Körper ist ein Irrtum, der mit der Wissenschaft tatsächlich nicht vereinbar ist. In Wirklichkeit ist alles miteinander verbunden. Gabor Maté spricht von der noch jungen, aber nicht mehr ganz neue Disziplin der Psychoneuroimmunologie, die all diese scheinbar nicht zusammenpassenden Systeme zu einem Supersystem vereint: Nämlich haben Forscher festgestellt, dass das Gehirn über Gefäße, von denen man bisher angenommen hatte, dass sie nicht existieren, direkt mit dem Immunsystem verbunden ist. Wenn wir also Gefühle unterdrücken und unter langem emotionalen Stress stehen, spielen wir unserem Nervensystem, dem Hormonapparat, dem Immunsystem, dem Darm, dem Herzen und anderen Organen übel mit.

Wenn wir zu viel Stress auf uns nehmen, sei es bei der Arbeit oder im Privatleben und wenn wir nicht in der Lage sind, „Nein“ zu sagen, wird unser Körper das unweigerlich für uns tun. Viele von uns erleben dieses Phänomen.


Dabei müssen wir sehr ehrlich zu uns selbst sein, ebenfalls sehr mitfühlend, aber durchaus auch sehr gründlich überlegen, wie unsere Programmierungen, - das was wir denken tun zu müssen und das was wir über uns selber denken - , zu unserem Nachteil arbeiten.

Es sind oft die unbewusste Überzeugungen, die den Stress und das Krankheitsrisiko des Menschen erhöhen. Es sind so scheinbar harmlose Überzeugungen wie: "Ich bin für alles verantwortlich“.

Menschen, die als "gut" gelten, sind diejenigen, die ständig und ohne Rücksicht auf sich selbst viel mehr übernehmen, als sie müssten. Wir versuchen, es allen um uns recht zu machen. Wir versuchen, niemanden zu enttäuschen. Für uns ist es schlicht unaushaltbar, für uns selbst einzustehen und tatsächlich selber die Gefühle auszuhalten, jemanden vor den Kopf zu stoßen und zu sagen: „Nein. Heute nicht".


Ich habe es bei vielen Menschen erlebt und kenne es genauso von mir. Der Stress ist auch die Erwartung von Stress. Es ist, als ob die Angst vor der Angst, die Vorwegnahme des Stresses, der Stress selbst ist.

Ich glaube, die Erwartung dessen, was kommen wird, trägt zu einem enormen emotionalen Stress bei. Am hilfreichsten für die Bewältigung meines Geistes und meiner Gedanken ist es Frieden zu finden, indem ich mit der Angst und den intensiven Schwingungen in meinem Körper umgehen kann. Wir haben durch das TRE® Tool, das ich vermittle, eine Möglichkeit, uns selbst zu beruhigen.


Der Stress im Voraus. Das Antizipieren von etwas Schwierigen, oder etwas Angsteinflößendem, oder der Arbeitslast, die noch vor einem liegt, ist etwas, das du versuchen solltest, in den Griff zu bekommen.

Denn wir benutzen in diesen Fällen unsere Vorstellungskraft, um uns vor der Zukunft zu fürchten. Wir machen dies nicht extra, aber es tut uns dennoch nicht gut.


Ich möchte dir mitgeben, dass wenn du also 20 Minuten damit verbringst, dir das schlimmste Szenario vorzustellen, gib dir bitte auch 20 Minuten Zeit, bewusst etwas zu tun, dass dir guttut.

Dein Körper sagt "STOP" – und er wird auf alle möglichen Arten versuchen "Nein" sagen, denn er weiß sonst nicht, wie er gehört wird.

Wenn du mehr auf dich nimmst, als gut für dich ist, wird dein Körper "Nein" sagen. Er wird "Nein" sagen in Form von Husten, einem schwachen Immunsystem, Rückenschmerzen, Magenschmerzen, Migräne, Nervosität, Panikattacken, schlechtem Schlaf, Muskelverspannungen, Hautausschlägen, häufigen Krankheiten in allen möglichen Formen. Hören wir also zuallererst auf unseren Körper. Denn eine der Entfremdungen, die uns in den modernen Zeiten heimsuchen, ist, dass wir die Verbindung zu unserem Körper verlieren.


Zweitens verlieren wir sogar den Kontakt zu unseren Gefühlen, weil wir nicht gelernt haben sie zu empfangen, willkommen zu heißen und zu verarbeiten, als wir klein waren. Dann müssen wir uns nun an die Arbeit machen, um die Verbindung wiederherzustellen.


Gabor Maté spricht von der Wiederherstellung der Verbindung. Er sagt: „Wenn ich Heilung in einem einfachen Satz ausdrücken kann, würde ich sagen, es ist Wiederverbindung. Und das kann durch eine ganze Reihe von Modalitäten geschehen“.

Es kann durch Psychotherapie geschehen, es kann durch das Auseinandersetzen mit guter Literatur und schlauen Menschen geschehen. Es kann durch Meditation geschehen, es kann durch andere Formen der spirituellen Arbeit gehen: und vor allem eben durch das somatische Erleben, anhand der TRE® Methode.

Du darfst dich also aufmachen und dir eine alternative Quellen sichern für das, was die meisten Ärzte, natürlich auch der zeitlichen Komponente geschuldet, nicht bieten können: einen ganzheitlichen Ansatz, der nicht nur Organe und Systeme, sondern den gesamten menschlichen Organismus berücksichtigt. Übernimm die Verantwortung dafür, wie du lebst, welche Lebensmittel du zu dir nimmst, übernimm die Verantwortung für dein emotionales Gleichgewicht, für deine spirituelle Entwicklung, und für die Integrität deiner Beziehungen.


Und vielleicht geht es dir anschließend wie vielen von uns, die diese Methode nutzen und die sagen: Zum ersten Mal habe ich volles Vertrauen in mich selbst. Ich vertraue auf meine Entscheidungsfähigkeit, ich vertraue auf das, was mein Körper mir sagt, ich vertraue auf meine eigenen Erfahrungen.

Dein Körper wird dir sagen, was dir guttut und was du willst, du musst nur zuhören.


Hörst Du gerne Podcast? Diesen Beitrag und mehr Impulse und Methoden zum Umgang mit Stress und mit Wegen in ein neues Selbstvertrauen gibt es in meinem Podcast 'Calm is your Superpower'. Bei Itunes, Spotify, Youtube und auf meiner Webseite.

310 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen