GLÜCKSHORMONE. 10 TIPPS ZUM EIGENEN AKTIVIEREN.



In diesem Beitrag möchte ich 10 Wege vorstellen, mit denen Du Glückshormone in Dir aktivieren kannst. Aktiv. Dein Körper ist die größte Apotheke, die Du Dir vorstellen kannst!

Ohne Glückshormone könnten wir weder fühlen noch klar denken. Sie ermöglichen es uns, Entscheidungen zu treffen und sie bestimmen auch, wie wir mit Stress umgehen und welchen Einfluss eine schlechte Nachricht, eine schwierige Situation auf uns hat.

Das, was wir tun, essen, denken und sagen beeinflusst, welche und wie viele Glückshormone ausgeschüttet werden. Mit wirklich kleinen Veränderungen im Alltag können wir chemische Prozesse beeinflussen. Wir können dafür sorgen, dass mehr Glückshormone ausgeschüttet werden, die für ein schönes und angenehmes Gefühl sorgen.

Unser Körper produziert sechs verschiedene Glückshormone: Serotonin, Dopamin, Noradrenalin, Endorphine, Phenethylamin und Oxytocin.


Angst beeinflusst das Immunsystem. Stress beeinflusst das Immunsystem. Jeder Gedanke, den du denkst, beeinflusst das Immunsystem positiv oder negativ. Angst kann entstehen, wenn auf Ereignisse oder Situationen eine übermäßige Stressreaktion im Körper folgt. Wenn Stresshormone ausgelöst werden. Aber auch eben genau das Gegenteil ist möglich und kann genutzt werden und darum geht in diesem Beitrag. Unser Nervensystem kann, wenn wir es entspannen, entlasten, beruhigen, nähren und pflegen; uns gesund machen, uns energetisieren und uns heilen. Und unser Körper kann selber Hormone entstehen lassen, die in uns Glücksgefühle auslösen und die unsere Selbstheilungskräfte aktivieren.

Diese 6 Hormone verhelfen dir also zum Glücksgefühl.

Und so geht's:


Andere Umarmen

Wenn wir andere umarmen, wird vermehrt Oxytocin ausgeschüttet. Dieses Glückshormon sorgt für eine stärkere Verbundenheit, ein wohlig warmes Gefühl und reduziert Angst. Für mehr Oxytocin, such dir Menschen die du magst, die du liebst und hab mehr Körperkontakt. Seid euch nahe.

Wenn das Oxytocin Level in deinem Körper ansteigt, ist es richtig schwierig sich zu ärgern oder Angst zu haben.

Viele Menschen sind von ihrer Arbeit frustriert, oder sind ungeduldig, wütend, wertend gegenüber sich selbst sind, oder eifersüchtig.

Das Problem ist, dass wenn du in diesem nicht besonders angenehmen Seinszustand bist, du nur Dinge sehen oder wahrnehmen kannst, die der Emotion entsprechen. Je mehr du also in diesem Zustand leben, desto mehr ist es fast so, als ob Du nach einem Grund suchst oder einen Grund dafür schaffst, frustriert zu sein. Vielleicht kannst du das mal bei einer bestimmten Situation aus den letzten Tagen reflektieren. Bei mir fallen mir direkt mehrere ein. So oder so, wenn Du dieses Gefühl fütterst, führt diese Art der Interaktion zwischen deiner inneren und äußeren Welt dazu, dass sich die Dinge weiter verschlechtern. Das Ergebnis ist, dass Du frustrierter, ängstlicher und ungeduldiger wirst.

Also versuch diesen Kreislauf zu durchbrechen, erstmal indem du dir darüber bewusst wirst. Und dann geh zu den Menschen, die du magst und liebst, umarme sie, oder probiere die anderen Tipps aus die jetzt kommen, um andere, schönere, erfüllendere Gefühle und Seinszustände zu erleben.


Sonne genießen

Das Sonnenlicht hilft, die Produktion von Serotonin zu steigern. Versuch deine Mittagspause draußen zu verbringen, im Garten zu arbeiten, spazieren zu gehen.

Sonnenlicht verbessert auch die Freisetzung vom Schlafhormon Melatonin, was hilft, nachts tiefer und erholsamer zu schlafen.


Bewegung

Bewegung ist eine schnelle und effektive Möglichkeit, um die Produktion von Endorphinen zu steigern. Dabei funktioniert jede Art von Bewegung. Egal ob Putzen, Gartenarbeit, Fahrradfahren, Tanzen, Joggen oder Schwimmen. Es gibt nicht umsonst den Begriff: Runners High, bei dem die Läufer oft einen Flow Moment erleben. Alles läuft, fließt quasi wie von selbst.

Endorphine sind Opioidpeptide, die schmerzlindernd bzw. Schmerz unterdrückend wirken. Sie können auch Stress reduzieren, Anspannung im Körper lösen, Gedankenspiralen unterbrechen und die Freude steigern.

Regelmäßige Trainingseinheiten, wie Joggen sind auch sehr hilfreich bei Depressionen, weil sich die chemischen Prozesse im Gehirn und im Körper verändern.


Etwas Gutes tun

Die Liebe, die wir anderen geben, kommt immer zu uns selbst zurück. Das ist kein leerer Spruch, weil Wir wenn wir Gutes tun in Uns Glücksgefühle, Glückshormone aktivieren, die UNS dann glücklich machen. Gutes tun ist also etwas, das wir auch für uns tun. Wenn wir das Leben lieben, liebt uns das Leben zurück. Wir können anderen etwas Gutes tun und eine Freude bereiten. Seit Anbeginn der Zeit haben sich unsere menschlichen Vorfahren weiterentwickelt, indem sie sich gegenseitig geholfen haben. Wenn der Oxytocinspiegel angehoben wird, verspüren die meisten Menschen intensive Gefühle von Liebe, Vergebung, Mitgefühl, Freude, Ganzheitlichkeit und Empathie – das ist ein innerer Zustand. Nicht etwas äußeres, das geschieht, sondern ein Gefühl, das in uns entsteht. Wie übrigens jedes Gefühl.

Liebe ist nicht etwas was man hat. Liebe ist etwas das man tut.


Herausforderungen

Herausforderungen formen uns. Sie helfen uns, zu wachsen und glücklicher zu sein. Stolz zu empfinden. Stärke zu entwickeln und zu erkennen.

Wenn wir eigene Grenzen überwinden, werden Glückshormone ausgeschüttet. Je schwieriger die Herausforderung war, desto glücklicher sind wir, wenn wir sie gemeistert haben. (Hör dir hierzu gerne meine Podcastfolge zur 5-Sekunden-Angstfrei-Regel an, die dir helfen kann neue Herausforderungen zu meistern und aktiv zu werden.)


Uns gedanklich in schöne Situationen versetzen

Bereits der Gedanke an schöne und lustige Momente steigert den Serotoninspiegel im Gehirn. Serotonin ist notwendig für die Funktion des präfrontalen Cortex. Dieser Bereich des Gehirns hilft, Emotionen zu kontrollieren.

Setzt dich aufs Sofa, mach dir schöne Musik an und erinnere dich an schöne Momente oder leg eine Runde Tagträumen ein, indem du dir schöne Zukunfts-Szenarien vorstellst. Das ist wie eine kleine Meditation und du programmierst mit diesen schönen Gedanken und Gefühlen deinen Körper auf Glück und Entspannung.


Darmflora aufbauen

Serotonin sorgt dafür, dass wir uns gut fühlen. Da ca. 95 % des Serotonins im Darm gebildet wird, ist es wichtig, dass er gesund ist, um das Hormon bilden zu können.

Du kannst deinen Körper über eine ausgewogene und gesunde Ernährung dabei unterstützen, Serotonin zu bilden. Probiotika und Präbiotika helfen, die guten Darmbakterien zu vermehren. Das unterstützt die Serotoninproduktion und hilft, Angst und Depressionen zu verringern. Oder auch fermentiertes Essen, wie Kimchi oder Sauerkraut kann hier hilfreich sein.

Wichtig ist hierbei die Aminosäure Tryptophan, die besonders häufig in Fisch und Nüssen vorkommt. Aber auch Vitamin B6, Vitamind D und Omega-3-Fettsäuren sind für die Bildung von Serotonin entscheidend.

Vitamin D, das durch eine ausgewogene Ernährung aufgenommen und auch durch die Sonne gebildet werden kann, ist unabdingbar zur Unterstützung deines Immunsystems und wird in wissenschaftlichen Studien auch mit unserer Stimmung in Zusammenhang gebracht.

Das Vitamin B6 kann leider nicht vollständig vom Körper selbst hergestellt werden, ist aber zum Glück in vielen Lebensmitteln enthalten. Gute pflanzliche Quellen sind unter anderem Avocados, Kohl, grüne Bohnen und Linsen. Gute tierische Quellen sind Geflügel, und Fisch.Omega-3-Fettsäuren sind vor allem in Fisch wie Lachs und Makrele.

Man muss also nicht gleich zu chemischen Stimmungsaufhellern greifen, denn bestimmte Lebensmittel können dir helfen, deine Glückshormone zu erhöhen. Sozusagen natürliche Antidepepressiva. Es lohnt sich also diese Lebensmittel in den Speiseplan zu integrieren. Schokolade ist in der Lage Endorphine freizusetzen. Gleichzeitig hilft Schokolade den Serotoninspiegel zu erhöhen, steigert die Konzentration und Wachheit und hilft, sich mehr zu entspannen. Dunkle Schokolade oder roher Kakao eignet sich dafür am besten.

Und auch der Geruch von Vanille regt die Produktion von Endorphinen an. (Ich glaube deswegen gibt es so viele Vanille Duftkerzen und zum Beispiel ätherische Öle mit Vanille sind super.)

Gesicht mit kaltem Wasser waschen

Kaltes Wasser stimuliert indirekt den Vagusnerv, welcher wichtige Körperfunktionen reguliert. Hör dir hierzu gerne meine Podcastfolge zum Vagusnerv an, in der ich genau erkläre wie der Vagusnerv funktioniert oder besser gesagt, wie du ihn stimulieren kannst. Er steuert auch chemische Prozesse in unserem Verdauungstrakt, hat Einfluss auf unseren Atem bzw. den Angsreflex und kann deine Stimmung und Gesundheit stark beeinflussen.

Das kalte Wasser belebt außerdem den Körper und sorgt für mehr Energie und Wachheit.


Zwerchfellatmung

Lange, tiefe Atemzüge in den Bauch beruhigen dein Nervensystem, verlangsamen die Herzfrequenz und aktivieren das parasympathische Nervensystem, was das Gehirn beeinflusst.

Einfach die Hand auf den Bauch legen und langsam tief einatmen. Während der Einatmung in Gedanken bis 4 zählen und dann langsam ausatmen und bis 6 Zählen. Alleine diese simple Kleinigkeit, wenn du deine Ausatmung verlängerst, hat einen absolut beruhigenden und regenerierenden Effekt auf deinen Körper. Während der Einatmung sollte sich der Bauch wölben und während der Ausatmung flach werden. Mach das mindestens 10 Mal und am besten mehrmals täglich.


Lächeln

Lächeln macht uns glücklich. Wenn wir lächeln, zeigt unser Gesicht nicht nur die Emotion, sondern schafft sie auch. Wir fühlen uns besser und werden glücklicher. Ein Lächeln schickt eine Nachricht durch Deinen ganzen Körper. Alleine durch das hochziehen der Mundwinkel und die etwas aufrechte, freie Haltung werden ganz andere Hormone, nämlich Glückshormone ausgeschüttet.

Lächeln hilft auch, Stress zu reduzieren, sorgt für mehr Energie, Lebensfreude und hat viele physische und psychische Vorteile.

So einfach kann es sein. Indem du einen der 10 Tipps nutzt um deine Glückshormone zu aktivieren.


#glückshormone

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© 2020 Johanna Schaeffer

DER 1. SCHRITT UM ANGST ABZULEGEN

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