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  • Karla Johanna Schaeffer

Herzklopfen & Herzrasen. SOS Tipps



Herzklopfen und Herzrasen und das Gefühl, dass dein Herz einen Schlag überspringt oder einen zusätzlichen Schlag hinzugefügt hat, ist sehr unangenehm und kann große Angst machen. Wenn dein Herz rast, pocht oder flattert, dann sind wir uns unseres Herzschlags sofort übermäßig bewusst und es kann sich eine sehr existentielle Angst breit machen. Manchmal kann man diese Empfindungen sogar im Nacken, im Hals oder in der gesamten Brust zu spüren.


Einige Arten von Herzklopfen sind harmlos und lösen sich von selbst und ohne Behandlung auf. In anderen Fällen kann Herzrasen auf einen schwerwiegenden Zustand hinweisen. Deswegen ist es wichtig, die Ursache ärztlich abklären zu lassen und nur wenn ausgeschlossen wurde, dass es sich um schwerwiegende Dinge handelt, dann steckt häufig Stressbelastung dahinten, gegen die wir viel tun können.

Mediziner sprechen von funktionellen Herzrhythmusstörungen, wenn keine organischen Ursachen für Herzbeschwerden vorliegen.

Trotzdem heißt es dann, dass die Signale des Körpers ernst genommen werden und du etwas verändern solltest, um dein Herz zu beruhigen. Stress, hoher Leistungsdruck, fehlender Schlafrhythmus, Nikotin, Drogen, fettige und zuckerige Ernährung und vor allem: zu wenig Ausdauer-Bewegung – das sind alles Faktoren, die das Herz belasten und kann die sehr unangenehmen Herzrhythmusstörungen auslösen. Da diese Dinge auf das zentrale Nervensystem meist stimulierend wirken, wird auch das Herz angeregt, schneller zu schlagen.

Eine andere Ursache von Herzrhythmusstörungen ist die Überfunktion der Schilddrüse, da die Schilddrüsenhormone einen großen Einfluss auf den Blutdruck und den Herzschlag haben. Die Überfunktion verursacht dann Unruhe, Muskelzittern und Herzrhythmusstörungen mit Herzrasen. Also rate ich dir, deine Schilddrüsenwerte überprüfen zu lassen.


Darüber hinaus können Frauen Herzrasen während hormoneller Veränderungen erleben, die mit Menstruation, Schwangerschaft und Wechseljahren verbunden sind.

Häufig entstehen Herzrhythmusstörungen aber auch durch Stress.


Panikattacken und Stresssymptome treten oft mit den gleichen Symptomen beispielsweise eines Herzinfarkts auf. Wenn du abgeklärt hast und weißt, dass dein Herz und deine Lunge grundsätzlich gesund sind, hilft es dir, dich zu entspannen, indem du verstehst, dass Brustschmerzen oder andere Symptome das Produkt einer Angstattacken sind und nicht die Symptome einer Herzerkrankung.


Aufregung jeglicher Art, einschließlich Stress oder Angst, erhöht dein Adrenalin, wodurch dein Herz schneller schlägt.


Angst ist etwas, das wir alle manchmal erleben. Panik ist im Grunde das Wort, das verwendet wird, um ein hohes Maß an Angst zu beschreiben. Wenn Menschen in Panik geraten, treten in ihrem Körper viele unangenehme körperliche Symptome auf. Dies können sein: ein schnelleres Herzschlagen, Schwitzen, eine enge und schmerzhafte Brust, Atemnot und Schwindel. Da diese körperlichen Panikgefühle so intensiv sind, können sie sehr beängstigend sein. Aufgrund ihrer Schwere machen sich die Menschen oft Sorgen, dass sie einen Herzinfarkt haben, verrückt werden oder in Ohnmacht fallen.


Der Umgang mit Angstzuständen kann deine Lebensqualität enorm verbessern und dein Herz entlasten. Denn sobald Menschen Gedanken haben, dass der Körper einknickt, gegen sie arbeitet und/oder eine schlimme Diagnose besteht, werden sie noch ängstlicher und ihre körperlichen Paniksymptome verschlimmern sich. Und wenn die Symptome schlimmer werden, werden die Menschen noch mehr davon überzeugt, dass sie einen Herzinfarkt haben, verrückt werden usw. Es dauert nicht lange, bis sich ein Teufelskreis entwickelt, der auf diese Weise fortgesetzt wird, bis jemand eine ausgewachsene Panikattacke erlebt. Eine Panikattacke ist im Grunde genommen, wenn diese Symptome ihren Höhepunkt erreichen.


Eigentlich will uns unser Körper, unser Unterbewusstsein nur schützen, indem der Körper sich bereit macht auf Gefahr zu reagieren. Unsere Kampf- oder Fluchtreaktion, die der Körper in Paniksituationen einnimmt, würde uns an diesem Punkt helfen.

  • Unsere Herzen würden schneller schlagen (Blutversorgung unserer Muskeln).

  • Wir würden schwitzen (um uns abzukühlen).

  • Unsere Muskeln würden angespannt (einsatzbereit).

  • Wir würden tiefer atmen (um unsere Muskeln mit Sauerstoff zu versorgen).

Angst ist etwas, das von professioneller Hilfe profitieren kann.

Vor allem die Arbeit mit den körperlichen Symptomen, insbesondere wenn du alles versucht hast und deine Angst nicht unter Kontrolle zu bekommen scheinst.

Ein paar wirksame Werkzeuge für Angstzustände und gegen Herzrasen möchte ich hier nochmal vorstellen.

Panikattacken werden häufig durch körperliche Empfindungen ausgelöst, von denen du befürchtest, dass sie entweder ein Zeichen für den Beginn einer Panikattacke oder ein Zeichen für einen Herzinfarkt oder ein anderes schwerwiegendes Gesundheitsproblem sind. Wenn beispielsweise ein rasendes Herz oder Atemnot Auslöser sind, die deine Panikattacken auslösen, kannst du Übungen durchführen, die den Herzschlag beruhigen und den Atem wieder gleichmäßiger werden lassen. Du bringst dir langsam selber bei, dass du keine Angst vor einem schnellerschlagenden Herz haben musst.


Wenn dein Körper in Panik verfällt und geflutet wird von Stresshormonen, dann zeigen verschiedene Studien, dass Bewegung die Angst verringert, da wir den Adrenalinstoß, dem der Körper ausgesetzt ist, abbauen können. An dieser Stelle verweise ich nochmal auf TRE® (Tension & Trauma Releasing Exercises), mit dieser Methode können wir den akuten Notfallmodus im Körper in kurzer Zeit wieder zurücksetzen. Einige Studien haben sogar gezeigt, dass Bewegung im Vergleich zu Angstmedikamenten sogar genauso wirksam bei der Verringerung von Angstzuständen sein kann wie Medikamente.


Wenn wir mit dem Körper arbeiten und ihn bewegen, setzt er Schmerzmittel in deinem Gehirn frei, um sicherzustellen, dass du nicht zu viel Unwohlsein spürst. Diese Schmerzmittel, bekannt als Endorphine, sind genau die gleichen Chemikalien, die ein "gutes Gefühl" und eine entspannte Stimmung erzeugen. Während wir also nicht krampfhaft versuchen weniger Angst und uns stattdessen ein gutes Gefühl zu geben, geschieht das mit TRE® oder generell mit bestimmter Bewegung automatisch, es verhält sich sehr ähnlich wie ein Angstmedikament.


Außerdem beugen wir dem Angstreflex auch präventiv vor, da bewusste oder unbewusste Muskelverspannungen und Anspannung sich nicht so schnell neu bilden, wenn deine Muskeln nach dem Training entspannt sind. Diese nicht genutzte Stressenergie, die unser Körper mobilisiert in Angstsituationen, wird weniger in Anspannung umgewandelt, da einfach weniger ungenutzte Stressenergie vorhanden ist. Der Schlaf ist einfacher, weil dein Körper sich ausruhen muss, um sich von den Übung zu erholen und wir auf der tiefsten Ebene den Körper beruhigt haben. Alles schwächt sich mehr und mehr ab, es gibt Hinweise darauf, dass wir bei schwächeren Angstsymptomen in Zukunft weniger Angst haben, weil die Bewältigung einfacher wird.


All dies wird ignoriert, wenn wir nur versuchen die Sache kognitiv zu behandeln. Bewegung und insbesondere TRE® sorgt dafür, dass wir uns körperlich besser fühlen und das hat auch einen starken Einfluss auf die mentale Gesundheit.


Denk immer daran, dass ein Panikangriff dich nicht verrückt macht.

Für solche Szenarien, stell dir vor, du wärst in einer wunderschönen natürlichen Umgebung oder an einem Ort, an dem du dich besonders wohl und sicher fühlst. Oder erinnere dich an das letzte Mal, als du mit Freunden oder der Familie in einem glücklichen Moment warst. Das wird dir auch helfen, deine Panik zu reduzieren. Übernimm außerdem die bewusste Kontrolle über deine Atmung, indem du die Atmung verlangsamst.


Das positive Denken und die Atemarbeit wirken sehr gut, wenn du die körperliche Anspannung und die Instinktreaktion (Fight-Flight Modus) des Körpers vorher abgebaut hast. Bei einem mit Stresshormonen überfluteten Körper und auf Alarmmodus eingestellten Nervensystem sind Atemübungen und positive Gedanken nicht effektiv.


Aber wenn du die Stressenergie entladen hast, kannst du mit langsamen, tiefen und achtsamen Atemzügen enorm dazu beitragen, dich im Moment zu entspannen.

Gute Meditationen, die dich beruhigen und herunterfahren, sind dabei auch sehr hilfreich.

Musik hören oder etwas Kreatives tun, wie Journaling oder Malen, kann sich ebenso positiv auf den Stress auswirken wie Atemübungen. Schlaf ist auch ein wichtiger Faktor für die allgemeine Gesundheit. Achte also darauf, dass du jede Nacht volle acht Stunden Zeit hast, um deinen Körper im Schlaf zu entspannen und damit Angstzustände zu begrenzen.


Reduziere das Konsumieren von Stimulanzien. Stimulanzien wie Nikotin und koffeinhaltige Getränke, Tee und Kaffee können dein Herz noch höher schlagen lassen. Mach weniger davon, um deinen Herzschlag ruhig zu halten.


Speziell für das Herzrasen hilft es, die Körpertemperatur ein bisschen zu senken. Je geringer die Temperatur des Körpers ist, umso langsamer schlägt das Herz. Du kannst dein Gesicht mit kalten Wasser abkühlen, und auch den Nacken. Kaltes Wasser über den Nacken laufen zu lassen, stimuliert den Vagusnerv, der großen Einfluss auf den Herzschlag hat. Der Vagusnerv steuert u. a. die Funktion der inneren Organe wie die Lunge, den Bauchraum und eben auch das Herzen.

(Hierfür empfehle ich dir meine Podcastfolge: Vagusnervstimulation gegen Stress).


Wenn du Unterstützung beim Meditieren und Beruhigen brauchst, dann schau dir meinen Keine Panik - Kurs an, mit dem du sehr gut entspannen kannst und aus gedanklichen Angstszenarien findest.


Hörst Du gerne Podcast?

Diesen Beitrag und mehr Impulse und Methoden gegen Angst gibt es in meinem Podcast 'Calm is your Superpower'.

Bei Itunes, Spotify, Youtube und auf meiner Webseite.

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