STRESS. WIE FASZIEN HELFEN.



Du hast wahrscheinlich von schon mal von Faszien gehört.

Man kann dieses im gesamten Körper vorkommende Gewebe als „Netz“ beschrieben, das Organe und Muskeln an Ort und Stelle hält. Faszien sind so etwas wie ein Wetsuit- ein Taucheranzug, der alle unsere Organe und Muskeln und Gelenke zusammenhält.


Faszien ist oder sind im Wesentlichen unser Bindegewebe, das sich überall in unserm Körper befindet und die unseren Körper zu einem Ganzen formen und verbinden, weil sie jeden Muskel, jedes Organ und jeden Knochen umhüllen. Durch unsere Faszien können wir unseren Körper fühlen und sie machen uns beweglich.


Forscher sagen, Faszien sind tatsächlich ein eigenes Organ, ein Sinnesorgan.

Das harte Skelett der Knochen und das weiche Skelett der Faszien zusammen bildet im Körper eine ganz besondere Art von Struktur. Ohne die Kollagenfasern, aus denen die Faszie besteht, würde der Körper einfach zusammenbrechen.


Bis vor kurzem dachten Ärzte und Forscher, dass Faszien ein Abfallprodukt, ein Platzhalter, nichts Nützliches also wäre.

Es hat sich aber herausgestellt, dass dieses Bindegewebe unglaublich wichtig ist und eine wichtige Rolle für unser biologisches System, unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden spielt. Sie durchziehen mit einem Gewicht von rund 20 Kilogramm unseren ganzen Körper.

Das Fasziengewebe speichert ein Viertel des gesamten Körperwassers. Deshalb ist es auch so essentiell, dass wir genug Wasser trinken, wir bestehen wirklich zu einem Großteil aus Flüssigkeit. Die Faszien versorgen Zellen und Organe mit Nahrung und zwischen den Faszien findet der Transport der Lymphe statt, die wichtige Stoffe zu den Zellen hin- und Abbauprodukte von ihnen wegtransportieren.

Da sich Faszien überall in unserem Körper befinden, wird alles, was im Körper bewegt wird, über die Faszien transportiert. Flüssigkeiten, Energie, Gefühle (die ja auch nur Energie sind), Hormone, Immunreaktionen. Faszien sind ein riesiges einziges Sinnesorgan, das über den ganzen Körper ausgebreitet ist.


Faszien sind im Wesentlichen der Klebstoff, der Organe und Muskeln an Ort und Stelle hält - außer er ist nicht flüssig und wird klebrig.

Probleme treten auf, wenn der flüssige Teil der Faszie zu klebrig wird und nicht fließen kann, z. B. wenn das Bindegewebe dehydriert wird, und auch, wenn die Kollagenfasern durch chronischen Stress, Verletzungen, Infektionen und Traumata nicht mehr ausgerichtet sind oder sich verheddern.

Dies ist eine wichtige Erkenntnis, insbesondere bei Bewegungsstörungen und chronische Schmerzproblemen, vor allem in Verbindung mit dem Wissen, dass die Faszie als Reaktion auf Stress dazu neigt, sich zusammenzuziehen, zu versteifen (erstarren) und sich sozusagen verpanzert.

Die Faszie ist eines der wenigen Gewebe im menschlichen Körper, das auf Druck reagiert, indem es sich dann selbst umgestaltet.

Auch die Faszie reagiert auf Stress, auf Bedrohung‘ und ziehst sich zusammen, erstarrt oder entwässert sich. Also vor allem akuter Stress kann das chronische Verknoten und Verwickeln der Faszienfasern schnell verschlimmern und fester machen und die Blockierung im Körper und Schmerzen dauerhafter erhöhen.

Außerdem kann eine Verengung der Faszien dazu führen, dass das Gehirn mit weniger Sauerstoff versorgt wird.


Du kannst dir das so vorstellen: Wann immer du unter Stress stehst, negative Gedanken und Gefühle hast und dich dementsprechend schlecht fühlst, hat das auch einen ziemlich ungünstigen Einfluss auf deinen Körper. Durch Gefühle wie Angst, Trauer, Wut und Stress verspannen sich unsere Muskeln und verschiedenste Körperfunktionen werden beeinträchtigt.

Wenn Du im Dauerstress bist, steht dein Körper rund um die Uhr in Alarmbereitschaft und deine Muskeln stehen immer unter Anspannung. Gespannte Faszien lösen auch Schmerzen aus. Da die Faszien das Muskelgewebe durchziehen, sind auch sie von den Verspannungen betroffen und reagieren mit Verklebungen und Verhärtungen. In der Folge ist ihre Beweglichkeit eingeschränkt und es kann zu kleinen Rissen in den Faszien kommen, die Schmerzen verursachen.


Faszien mögen es, hydriert zu sein. Stell dir das wie einen Schwamm vor.

Und Faszien mögen es, bewegt zu werden, dabei kannst du an Wasser oder Flüssigkeiten Transport denken. Die Faszien und das Lymphsystem transportieren alles durch unseren Körper. Trinke viel Wasser: Deine Faszien brauchen neben der richtigen Bewegung auch Flüssigkeit. Wer viel Wasser trinkt, hält einfach seinen ganzen Organismus besser im Fluss.

Faszien mögen es auch, berührt zu werden, z.B. durch Massagen, durch Faszienrollen, durch Dehnen und Stretchen. Denk mal an Katzen, die sich nach jedem Ausruhen erstmal richtig strecken. Genau so sollten wir es auch machen. Viel mehr dehnen, viel mehr strecken.

Faszien mögen es auch zu hüpfen (Trampolin) oder zu tanzen, zu laufen, Bewegung generell, die den Körper dehnt und bewegt. Faszien lieben Bewegung, damit sie elastisch bleiben. Bewegung hält nicht nur die Faszien locker, sondern baut zudem Stresshormone ab.

Sehr philosophisch gesehen: Dinge kleben an Sachen, die verklebt sind.

Je freier die Energie zirkuliert, desto gesünder ist unser System, unser Organismus.

Weniger Ballast - mehr Glanz, mehr Strahlen, Leuchten, Ausstrahlung.

Und von innen heraus zu strahlen, ist eine mächtige Form der Immunität.


#Stressbewältigung #Faszientherapie #Faszien #Stress #Stressabbau #Entspannungsübungen #Burnoutprävention

37 Ansichten

© 2020 Johanna Schaeffer

DER 1. SCHRITT UM ANGST ABZULEGEN

MIT DEINEM AUDIO GUIDE ALS DOWNLOAD.