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  • Karla Johanna Schaeffer

Wie schnell wirkt TRE®? (Tension & Trauma Releasing Exercises)


Wie schnell wirkt TRE Trauma Releasing Exercises

Wie schnell geht es, bis sich Resultate zeigen, mit TRE®?

Diese Frage bekomme ich oft gestellt. Vor allem, weil sich die Menschen nicht vorstellen können, wie und dass es ihnen durch die Methode nachhaltig besser gehen soll. Dass sich ein bedrohlicher Zustand tatsächlich verändern kann.


Wenn Heilung beginnt, oder wenn wir bereit sind, den Schritt zu gehen, dann ist es meine Erfahrung, dass du dir einen sehr geschützten, sicheren Rahmen mit einem Menschen suchen musst, in dem es möglich ist, Gefühle, Empfindungen und Erlebtes zu erfahren und da sein lassen zu können.

Manche Stimmen sagen, dass wir zu 95% unbewusst sind, manche sagen, dass 98% im Unbewussten liegt. Wir eben nur 5% oder 2 % bewusst steuern und bewusst tun. Deswegen liegt für mich die Erklärung auf der Hand, dass wir sehr viel verarbeiten, aufarbeiten und heilen können, wenn wir den Körper integrieren und damit auch unser Unterbewusstsein.

Wenn wir anfangen mit dem Körper zu arbeiten und die TRE® Methode lernen, kommt viel in Bewegung und ein profunder Prozess der Veränderung beginnt.


Du kannst Momente erleben und sehen, die du schon längst vergessen hast. Gefühle fühlen, die du vergessen hast, jemals gefühlt zu haben. Wenn ich TRE® mache und mit dem Körper arbeite, erlebe ich vor allem Gefühle und Bilder wieder, die irgendwo ganz hinten verstaut waren. Nicht gruselige Flashbacks und Horrorszenarien oder Angstszenarien, sondern ganz feine Erinnerungen, Bilder und Momente, in denen ich mich auf eine bestimmte Weise gefühlt haben. Momente, die Bedeutung für mich haben.

Mit der Zeit kannst du immer mehr für dich erkennen, was nicht gut war und was nicht funktioniert in der Gegenwart. Du machst Erkenntnisse, die ganz individuell und fein sind und wichtig für dich ganz persönlich. Diese Erkenntnisse und Erfahrungen sind für uns alle individuell verschieden. Du erkennst wo du angefangen hast Mauern hochzuziehen, wo du dich geschützt hast, und vielleicht immer noch abgrenzt, um eine Wunde zu heilen, von der du nicht wusstest, wie du sie sonst heilen kannst.


Es kann sein, dass dir die Tränen kommen. Vielleicht weinst du für die 12-jährige, die sich einsam gefühlt hat und für die 18-jährige, der ihr Herz gebrochen wurde. Wir müssen darum trauen, was wir verloren haben und auch wann wir es verloren haben. Verlust, Trauma, Angst, Vernachlässigung, Schmerz, wir müssen all das betrauern und fühlen, sonst kommen wir nicht zu uns, können wir nicht zurück in unseren Körper klettern und diesen umfassend bewohnen und ausfüllen. Wir müssen nicht in bestimmte Situationen zurückreisen, sondern wir können lernen, mit den Körperempfindungen und Gefühlen zu sein und umzugehen, die sich zeigen.


Wenn du TRE® lernst und für dich entdeckst, dann wirst du diesen Prozess immer und immer wieder tun und du wirst merken, wie langsam etwas leichter wird.

Es ist ein Prozess. Das sage ich immer wieder. Es kann sein, dass du nach einem Monat erste Öffnungen und eine erste stabile Verbesserung wahrnimmst. Es kann sein, dass du drei Monate brauchst, um die Angst nicht mehr zu spüren. Aber du lässt los, jedes Mal ein Stückchen mehr. Und auch wenn du deine Erfahrungen nicht verändern kannst, veränderst du doch deine Geschichte heute.

Du bewegst und schüttelst deinen Körper, lässt ihn zittern. Du erkennst, wo du hart und angespannt bist, wo dein Schmerz sitzt. Du wirst immer besser mit deiner Innenschau und kannst immer deutlicher wahrnehmen, was dir guttut und was nicht. Was du möchtest und was nicht mehr. Du kannst deine innere Stimme klarer hören.

Du bewegst dich aus einer Starre heraus.


Du liegst auf deiner Matte und schüttelst wortwörtlich deinen Körper aus, die Stresskörperchen und Anspannung von dir ab, all das, an dem du festhältst und das, was dich begleitet hat.

Du öffnest eine Seite an dir, machst dich verletzlich und zeigst dich dir selbst. Ein Gefühl, das wir am meisten beschützen wollen, die Verletzlichkeit.


Du wirst die Veränderung spüren, langsam, aber deutlich. Sie wird nicht zu übersehen und ‚überfühlen‘ sein.


Ja, und dann kann es sein, dass es dir geht wie vielen anderen auch; Dass es dir schwerfällt, dem neuen Zustand zu vertrauen. Dem zu vertrauen, dass es dir besser geht. Zu vertrauen, dass es bleibt.

Was du momentan noch nicht sehen kannst, ist, dass alles wirklich ok ist. Es hat sich etwas verändert, du hast etwas verändert, sodass du dich endlich sicher genug fühlen kannst. Auch sicher genug, um zu fühlen, was du wirklich fühlst. Wir geben dem Raum, was da ist.


Versuche aufzuhören, zu projizieren und dir alte Geschichten zu erzählen. Diese unangenehmen, beunruhigenden Gefühle liegen nicht in der Zukunft - sie liegen in der Vergangenheit. Du hast sie die ganze Zeit bei dir getragen. Und nun fühlst du sie, sie bekommen Raum und Schritt für Schritt wirst du merken, dass sie dich verlassen.


Du musst dich auf den Prozess einlassen. Du wirst das Leben sehen, wie es war, mit all dem, was du erlebt hast und aber auch dein Leben als das erkennen, was es jetzt ist: Nämlich ein anderes, voll mit Hoffnung und neuen Möglichkeiten.


In der allermeisten Zusammenarbeit mit meinen Klienten, zeigt sich TRE® als das fehlende Puzzlestückchen, um aus Panik und Trauma Belastung zu finden.

TRE® ist kein Ersatz für medizinische und psychologische Verfahren. Die meisten meiner Klienten sind in Gesprächstherapie oder haben viele Jahre Therapie hinter sich. Aber dieser körperbasierte, somatische Prozess, den wir bei einem TRE® Coaching durchlaufen, ermöglich es uns, eine Spannung und tiefe Angst in uns zu lösen, indem wir uns nicht die Vergangenheit und die alten Geschichten wieder anschauen und neu durchleben müssen. Sondern indem wir einen Prozess durchlaufen, der auf einer tiefen Ebene ansetzt und dort etwas freilegt. Der uns stärkt und nach vorne bringt, heraus aus der Vergangenheit, auf einer Ebene die dein Gehirn, dein logischer Verstand vielleicht noch gar nicht fassen kann. 'Eine Traumatisierung und auch Panik erfolgt vorrangig auf einer instinktiven Ebene. Deshalb sind unsere Erinnerungen an überwältigende Erlebnisse als lückenhafte Erfahrungen in unserem Körper gespeichert und nicht in den rationalen Teilen unseres Gehirns.' (Peter Levine)


Finde eine vertrauensvolle Begleitung, die dich in die Methode einführt. Wir machen mit TRE® keine Spielchen, sondern arbeiten mit Menschen und Trauma. Der TRE® Mechanismus ist einfach und schnell erlernbar, aber das Wichtige ist, zu lernen, das Zittern zu dosieren und dich selbst zu regulieren, um dich und dein Nervensystem nicht zu überfordern. Die Methode geht tief.


Und dann wirst du von deiner Matte aufstehen und dich jedes Mal ein bisschen anders fühlen. Du wirst dich als Team wahrnehmen, das du und dein Körper gemeinsam bilden. Du wirst Dinge anders machen, als du sie vorher getan hast. Du wirst Neues ausprobieren, Altes wieder tun können und auf andere Ideen kommen. Du wirst mehr Energie für die Dinge haben, die du gerne tust: Zeichnen, schreiben, mit deiner Familie sein, etc pp und du wirst demütig und dankbar für diese kleinen Dinge sein. Du wirst leichter, ruhiger, beruhigter schlafen. Langsam, Schritt für Schritt wirst du wieder mehr zu dir werden, zu dir zurückkommen oder dich ganz neu kennenlernen.


Und ja, noch ein wichtiger Punkt. Hör nicht auf, wenn es dir wieder besser geht. Hör nicht damit auf, mit dem, das dir guttut. Wenn du etwas gefunden hast, dass dir gut tut und dir Stabilität gibt, dann versuche es mit aller Kraft und Intention in dein Leben und deinen Alltag zu integrieren und beizubehalten.


Hörst Du gerne Podcast?

Diesen Beitrag und mehr Impulse und Methoden gegen Angst gibt es in meinem Podcast 'Calm is your Superpower'.

Bei Itunes, Spotify, Youtube und auf meiner Webseite.

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