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Wie Spiritualität unsere Gesundheit und innere Stärke stärkt

  • Autorenbild: Karla Johanna Schaeffer
    Karla Johanna Schaeffer
  • vor 4 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit


Immer mehr wissenschaftliche Studien zeigen, dass Gesundheit nicht nur von Ernährung, Bewegung oder Schlaf abhängt. Auch unsere innere Haltung, unser Sinnempfinden und unsere spirituelle Orientierung können einen erstaunlich starken Einfluss auf unser Wohlbefinden, unser Immunsystem und sogar unsere Lebenserwartung haben.

In der neuen Podcastfolge spreche ich über den Zusammenhang zwischen Glaube, Spiritualität, Resilienz und Langlebigkeit – und darüber, warum Menschen mit einer spirituellen Praxis oft besser mit schwierigen Lebensphasen umgehen können.

Dabei geht es nicht um eine bestimmte Religion. Vielmehr geht es um etwas, das vielen Menschen gemeinsam ist: die Suche nach Sinn, Vertrauen und Verbundenheit.



Was die Wissenschaft über Spiritualität und Gesundheit sagt


Große Langzeitstudien zeigen, dass Menschen mit einer spirituellen oder religiösen Praxis häufig:

  • geringere Stresswerte haben

  • seltener unter Depressionen leiden

  • eine stärkere soziale Einbindung erleben


Ein wichtiger Grund dafür liegt in der Wirkung auf unser Stresssystem.

Chronischer Stress erhöht das Stresshormon Cortisol, schwächt das Immunsystem und fördert Entzündungen im Körper. Spirituelle Praktiken wie Gebet, Meditation oder stille Reflexion können dagegen den Parasympathikus aktivieren – also den Teil unseres Nervensystems, der für Ruhe, Regeneration und Heilung zuständig ist.

Das bedeutet: Spiritualität kann dem Körper helfen, aus dem Dauerstress-Modus herauszufinden.



Sinn als Schlüssel für Resilienz und Langlebigkeit


Ein besonders wichtiger Faktor ist das Erleben von Sinn im Leben.

Menschen, die ihr Leben als sinnvoll empfinden, zeigen laut Studien:

  • bessere psychische Stabilität

  • geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

  • stärkere Resilienz gegenüber Belastungen

  • und eine insgesamt höhere Lebenserwartung

Sinn wirkt wie ein innerer Kompass. Er hilft uns, auch in schwierigen Situationen Orientierung zu behalten.

Gerade hier spielt Spiritualität für viele Menschen eine große Rolle.



Wie Glaube hilft, schwierige Erfahrungen zu bewältigen


In der Psychologie spricht man von spirituellem Coping – also davon, wie Glaube oder Spiritualität Menschen helfen können, mit Krisen umzugehen.

Spirituelle Perspektiven können dabei mehrere wichtige Funktionen erfüllen:

1. Bedeutung geben

Schwierige Erfahrungen werden nicht nur als sinnloses Leid erlebt, sondern als Teil eines größeren Lebensweges.

2. Vertrauen stärken

Das Gefühl, nicht alles allein tragen zu müssen, reduziert Angst und inneren Druck.

3. Hoffnung bewahren

Hoffnung beeinflusst nachweislich unsere Stressverarbeitung und unsere psychische Stabilität.

4. Wachstum ermöglichen

Viele Menschen berichten nach schweren Lebensphasen von einem tieferen Verständnis für das Leben und klareren Prioritäten.

Die Forschung nennt dieses Phänomen posttraumatisches Wachstum.



Ein bewegendes Beispiel: Dietrich Bonhoeffer


Ein beeindruckendes historisches Beispiel für diese innere Stärke ist der Theologe Dietrich Bonhoeffer.

Während seiner Gefangenschaft im Widerstand gegen das NS-Regime schrieb er das berühmte Gedicht Von guten Mächten wunderbar geborgen.

Die Worte entstanden in einer Situation großer Unsicherheit – und dennoch strahlen sie Vertrauen und Hoffnung aus:

„Von guten Mächten wunderbar geborgen,erwarten wir getrost, was kommen mag.“

Bonhoeffers Glaube gab ihm einen inneren Halt, der stärker war als Angst und Verzweiflung.

Sein Beispiel zeigt, was viele Studien heute bestätigen:Sinn, Vertrauen und spirituelle Verbundenheit können Menschen helfen, selbst extrem schwierige Situationen innerlich zu bewältigen.



Eine kleine spirituelle Praxis für den Alltag

Spirituelle Praxis muss nicht kompliziert sein. Oft reichen wenige Minuten bewusster Stille, um wieder etwas mehr Ruhe zu finden.


Probiere diese kleine Übung aus:


1. Einen Moment ankommen

Setz dich ruhig hin und atme einige Male langsam ein und aus.

Lasse Schultern und Gesicht entspannen.


2. Verbundenheit spüren

Denke an etwas oder jemanden, für den du dankbar bist.

Vielleicht ein Mensch, ein Ort, ein Erlebnis oder einfach das Leben selbst.


3. Einen Satz der Zuversicht

Sag dir innerlich langsam:


Ich bin getragen.Ich muss nicht alles allein tragen.

Wenn du möchtest, kannst du auch Bonhoeffers Worte nutzen:

Von guten Mächten wunderbar geborgen.


Bleib einige Atemzüge bei diesem Gefühl.

Schon wenige Minuten solcher bewusster Ruhe können das Nervensystem beruhigen und ein Gefühl von innerem Raum schaffen.


In der aktuellen Podcastfolge gehe ich ausführlicher auf diese Themen ein.

Wenn du dich für diese Verbindung zwischen Wissenschaft, Spiritualität und innerer Resilienz interessierst, höre gern in die neue Folge hinein.


Vielleicht findest du darin Gedanken, die dich durch deinen Alltag begleiten.


Podcast Calm is your Superpower (1 Mio. Dowloads) mit Tipps, Übungen und Meditationen für innere Ruhe und Entlastung im Alltag.


 
 
 

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